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29.01.2001

11:27 Uhr

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Exklusivgespräche mit EM.TV werden eventuell verlängert

Sollten die Gespräche über einen Kirch-Einstieg im Januar zu keinem Abschluss kommen, wird die Frist bis Ende Februar verlängert.

vwd ISMANING/UNTERFÖHRING. Die Verhandlungen über einen Kirch-Einstieg beim angeschlagenen Medienkonzern EM.TV & Merchandising AG, Unterföhring, werden eventuell bis Ende Februar verlängert. Wie Kirch-Sprecher Hartmut Schulz am Montag auf Anfrage erklärte, werden die Exklusivgespräche zwischen EM.TV und Kirch, sofern sie bis Ende Januar noch anhalten und bis dahin nicht abgschlossen sein sollten, bis Ende Februar verlängert. Einen Bericht, wonach Kirch versuche, die 25-prozentige EM.TV-Call-Option bei Formel 1 Promotor Bernie Ecclestone zu nutzen und diese an Ecclestone vorbei zu erwerben, wollte er nicht kommentieren.

Es habe keinen Sinn, die Gespräche weiter durch Kommentare zu Gerüchten anzuheizen, sagte Schulz. Er wollte auch keine Auskunft darüber geben, ob Kirch-Vize Dieter Hahn und EM.TV-Vorstandsvorsitzender Thomas Haffa diese Woche miteinander verhandeln werden. EM.TV-Sprecher Michael Birnbaum erklärte, er wisse nicht, ob ein persönlicher Termin zwischen Hahn und Haffa diese Woche stattfindet, telefonieren würden sie aber bestimmt. Was die Verlängerung der Gespräche anbelangt, verwies er auf das am 4. Dezember zwischen EM.TV und Kirch vereinbarte "Memorandum of Understanding" über exklusive Gespräche, die bis Ende Januar dauern sollten, und bis Ende Februar ausgedehnt werden könnten.

Demnach plant Kirch, sich mit maximal 16,74 % an EM.TV zu beteiligen und 49 % des 50-prozentigen EM.TV-Anteils an der Formel-1-Holding SLEC für 550 Mill. $ zu kaufen. EM.TV hatte im vergangenen März 50-Prozent an der SLEC von Ecclestone erworben und eine Option auf weitere 25 % zum Preis von einer Mrd $ vereinbart. Ecclestone hält derzeit die anderen 50 % an der SLEC. Bis im Mai sei damals eine Call-Option für EM.TV ausgehandelt worden, danach beginne die Put-Option, die bis ungefähr September gehe. Wer und wie mit welchem Geld in die angeschlagene EM.TV einsteigen und die Formel-1-Holding übernehmen soll, darüber hat es in den vergangenen Wochen zahlreiche Spekulationen gegeben.

Zu einem Zeitungsbericht, der US-Medienkonzern Disney habe Interesse signalisiert, die Jim-Henson-Gruppe von EM.TV zu übernehmen erklärte Birnbaum, EM.TV denke nicht daran, sie zu verkaufen. Disney sei, als EM.TV über den Kauf der Henson-Gruppe mit ihren Muppets-Puppen verhandelte, einer der Mitbieter gewesen. EM.TV hatte die Henson-Gruppe im Februar 2000 zu 100 % übernommen.

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