Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.07.2000

15:03 Uhr

Experten hatten von Zeichnung abgeraten

Wapme am ersten Tag 20 % unter Ausgabeniveau

Die Senkung der Bookbuilding-Spanne konnte den Fall unter den Ausgabepreis nicht verhindern.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Wapme Systems AG haben mit einem Abschlag von 20% zur Erstnotiz in Frankfurt den mit Abstand schwächsten Börsenstart unter den Neulingen des Mittwochs am Neuen Markt hingelegt. Das Ausgabeniveau von 20 Euro wurde nach einem ersten Kurs bei 16 Euro nicht mehr annähernd erreicht. Die Aktien schwankten bisher in Frankfurt zwischen 15,40 und 16,85 Euro, zuletzt wechselten die Wapme-Aktien gegen 14.30 Uhr mit einem Preis von 16,50 Euro den Besitzer.

Ursprünglich wollte die Düsseldorfer Wapme AG ihre Aktien in einer Bookbuilding-Spanne zwischen 25 und 29 Euro preisen, bevor diese dann auf 19 bis 22 Euro zurückgenommen wurde. Solch ein Schritt werde allgemein nur selten positiv aufgenommen, erklärte ein Marktbeobachter. Bei der Emission seien dann noch einige andere negative Einflüsse hinzugekommen. Zunächst sei das Buch um einen Tag verlängert worden, was nicht gerade auf eine umfangreiche Nachfrage hindeute. Zudem habe Wapme kein gutes Feedback in der Presse gefunden und zumeist wurde von einer Zeichnung abgeraten. Dies alles zusammengenommen spiegele sich nun auch in dem Kursverlauf wieder, der die aktuelle Meinung des Marktes zeige.

Intraday-Chart der Wapme AG

Wapme bietet Internet-Anwendungen für Mobilfunknutzer an, die WAP-basierte Dienste mit dem mobilen Internet verbinden. Auf dem WAP-Portal "Wapme.net" werden dabei verschiedenste Inhalte kostenpflichtig angeboten. Derzeit hat Wapme nach eigenen Angaben vor allem dank des Freizeitdienstes "Meet people" rund 20.000 Nutzer. Diese Teilnehmerzahl soll im laufenden Jahr auf 293.000 anwachsen, bis 2004 sollen es rund 7 Mio. sein, so die Planzahlen der Gesellschaft. Wapme will über eine Nutzungsgebühr auch den Großteil des Umsatzes einfahren, und an Lizenzgebühren, Werbeeinnahmen und anteiligen Verbindungsgebühren von Mobilfunkbetreibern verdienen. Der Leadmanager Sal. Oppenheim geht davon aus, dass die Firma den Umsatz von geschätzten 3,8 Mio. Euro in 2000 schrittweise auf rund 76 Mio. in 2004 erhöhen werde.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×