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15.01.2003

14:46 Uhr

Experten raten zu Impfung

Grippewelle rollt auf Deutschland zu

Angesichts zunehmender Grippefälle in den Nachbarländern raten Experten in Deutschland zu einer Impfung gegen das Virus. Eine Grippewelle werde voraussichtlich in den nächsten Tagen, spätestens aber bis Ende Januar Deutschland erfassen, sagte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut, Prof. Heinz-Josef Schmitt, der dpa am Mittwoch.

HB/dpa MAINZ/MARBURG. Wer sich jetzt Impfen ließe, erhielte zumindest noch einen gewissen Schutz gegen eine Ansteckung. Als häufigsten Übertragungsweg für eine Grippe-Infektion nannte der Mainzer Mediziner die Hände.

"Die Influenza hat in Europa Fuß gefasst", betonte auch der Seuchen-Experte Helmut Uphoff von der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) in Marburg. Zudem könne die derzeitige turbulente Wettersituation mit Tiefdrucklagen die Ausbreitung der Grippe fördern.

Besonders im Südosten von Frankreich grassiert laut Uphoff derzeit eine leichte Grippewelle, auch in Italien und Belgien würden immer mehr Fälle nachgewiesen. Ein "Aufflackern" einer Influenzawelle in der Weihnachtszeit in Spanien sei dagegen in der vergangenen Woche wieder abgeflaut.

In Deutschland komme die Grippe im Moment nur sporadisch vor, berichtete Uphoff. "Kleinere lokale Ausbrüche sind aber möglich." Er wollte jedoch keinen Zeitpunkt für eine Grippewelle vorhersagen: "Es ist völlig offen, wie es weitergeht."

Bei der Grippewelle in diesem Jahr sei ein alter Stamm der Influenza B neu aufgetaucht, sagte Prof. Schmitt. Der derzeit eingesetzte Impfstoff sei auch gegen diesen wirksam. Wer sich hat impfen lassen, verfügt nach rund zwei Wochen über einen ausreichenden Schutz.

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