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11.03.2003

13:29 Uhr

Experten raten zu mehr Bewegung

Rückenschmerzen häufigster Grund für Krankschreibungen

40 Prozent der Bundesbürger leiden unter wiederkehrenden oder ständigen Rückenschmerzen. Diese sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. Noch häufiger haben Deutsche allerdings Kopfschmerzen.

HB/dpa FRANKFURT/M. Rückenschmerzen stehen im Mittelpunkt des 14. Deutschen Schmerztages, der am Donnerstag in Frankfurt/Main beginnt. Sie seien nach Kopfschmerzen die häufigsten Beschwerden der Deutschen, berichteten die Veranstalter des Schmerztages im Vorfeld der Tagung. An dem Kongress von Fachgesellschaften und Verbänden nehmen bis Samstag rund 1700 Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen teil.

Für den überwiegenden Teil der Rücken-Geplagten hat die Patienten- Organisation Deutsche Schmerzliga einen simplen Rat parat: "Sich regen bringt Segen". Nicht Schonung helfe, sagte Schmerzliga- Präsidentin Marianne Koch, sondern genau das Gegenteil: sich möglichst viel und möglichst normal bewegen. Wenn die Schmerzen mehr als drei Monate anhalten, kann eine Kombination aus Bewegung, Medikamenten und einem psychologischen Training Linderung schaffen. Problematisch wird Rückenschmerz, wenn er chronisch wird. Dies ist Schätzungen des Schmerztherapeutischen Kolloquiums zufolge bei rund zehn Prozent der Patienten der Fall.

Nach Angaben der Schmerzliga belaufen sich die Kosten für Arbeitsausfälle, Behandlung und Rehabilitation auf jährlich 25 Milliarden Euro. Bei dem dreitägigen Kongress diskutieren die Teilnehmer unter anderem, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Rückenschmerzen und Depressionen. Sie stellen auch neue Therapien für Chroniker vor. Bisher enthalte die Behandlung bisweilen "Zu viel vom Falschen und zu wenig von Richtigen", sagt Gerhard Müller-Schwefe (Göppingen), Präsident des Schmerztherapeutischen Kolloquiums und Tagungsleiter des Frankfurter Kongresses.

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