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29.01.2002

19:00 Uhr

Experten sehen Trendumkehr

Aktienfonds werden zu den Favoriten 2002 erklärt

"Die Aktienfondsquote jetzt tendenziell erhöhen und dabei breit streuende Produkte vorziehen", rät Anja Mikus den Anlegern. Mikus ist Geschäftsführerin von Union Investment - gemessen an den Nettoverkaufszahlen die erfolgreichste deutsche Investmentgesellschaft des vergangenen Jahres. Das geht aus den Daten hervor, die der heimische Fondsverband BVI auf seiner Pressekonferenz am Mittwoch veröffentlichen wird und die dem Handelsblatt vorliegen.

FRANKFURT/M. Die Geschäftsführerin der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörigen Investmentgesellschaft empfiehlt eine Änderung des Anlageverhaltens. Im letzten Jahr gingen die privaten Investoren auf Nummer sicher und kauften insbesondere Geldmarktfonds. Unter den elf meistgekauften Produkten sind sieben Geldmarktfonds.

Horst Zirener, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka, sieht die Anleger bereits "auf dem Sprung". Er ergänzt: "Schon im Frühjahr könnten wir einen Schwenk von den Geldmarkt- zu den Aktienprodukten sehen, insbesondere dann, wenn die Konjunktur wieder besser läuft". Diese Erwartung ist in den Deka-Planzahlen berücksichtigt. Laut Zirener könnte ein Drittel des Nettoabsatzes bei den Deka-Investmentfonds im laufenden Jahr auf Aktienfonds entfallen: "2001 waren es nur fünf Prozent."

Vom Trend zu Geldmarktfonds im vergangenen Jahr profitierte zwar auch die zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörige DWS. "Wir haben einen Marktanteil von einem Drittel bei verwalteten Geldmarktfondsvermögen", erklärt Klaus Martini, Leiter europäisches Aktienfondsmanagement bei Deutschlands größter Fondsgesellschaft.

Der DWS kam aber auch die starke Nachfrage nach dem internationalen Aktienfonds DWS Vermögensbildungsfonds I zugute. Die Anleger orderten für netto 2,9 Mrd. - kein anderes Produkt verkaufte sich besser. "Die Anleger honorieren die internationale Ausrichtung und insbesondere das gute Rating", erklärt Martini.

Udo Frank vom DIT hat eine klare Sicht des Börsenjahres 2002. "Europäische Aktienfonds werden höhere Erträge liefern als globale, Rentenfonds dürften im Vergleich dazu am schlechtesten abschneiden", glaubt der Geschäftsführer der Dresdner-Bank-Fondsgesellschaft.

Beim Mittelaufkommen (Nettoabsatz) des vergangenen Jahres im Bereich Publikumsfonds liegt Union Investment mit 9,6 Mrd. vorn. Es folgen DWS und Deka. Größte Fondsgesellschaft bleibt die DWS, die als eine der wenigen großen Gesellschaften - neben der Union - das verwaltete Vermögen leicht auf 83,9 Mrd. steigern konnte.

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