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09.01.2001

11:58 Uhr

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Explosion bei Thyssen-Krupp

Eine Explosion im Duisburger Kraftwerk der Thyssen-Krupp Stahl AG hat am Montagabend im Norden der Ruhrgebietsstadt schwere Sachschäden angerichtet.

dpa DUISBURG. Eine Explosion im Duisburger Kraftwerk der Thyssen-Krupp Stahl AG hat am Montagabend im Norden der Ruhrgebietsstadt schwere Sachschäden angerichtet. Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr nicht verletzt. Allerdings seien einige Personen eines anliegenden Wohngebietes, die Reizungen der Atmungsorgane erlitten hatten, vorsorglich ärztlich untersucht worden. Im 70 Meter hohen Turm des Kraftwerks war nach der Detonation ein Feuer ausgebrochen, das die Brandbekämpfer aber nach etwa zwei Stunden weitgehend unter Kontrolle hatten.

Die Feuerwehr war mit allen verfügbaren Einsatzkräften ausgerückt. Auch mehrere Hundertschaften der Polizei wurden in das Gebiet rund um den Explosionsort geschickt. Die Ursache der Explosion war auch am späten Abend noch unklar.

Nach Augenzeugenberichten wurden noch in mehreren hundert Metern Entfernung durch die Wucht der Detonation zahlreiche Häuser zum Teil erheblich beschädigt. Die Straßen waren mit Glassplittern zerborstener Scheiben von Wohnhäusern und Geschäften übersät. Noch am Abend suchte die Feuerwehr für Dutzende von betroffenen Bewohnern nach Notunterkünften für die Nacht. "Wir können die Leute doch bei diesem Wetter nicht in den beschädigten Häusern lassen", sagte ein Feuerwehrsprecher.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wird in dem Kraftwerk Gas, das bei der Stahlerzeugung entsteht, in Strom umgewandelt. Dieser wird wiederum bei der Stahlproduktion verwendet. Das Kraftwerk steht auf dem riesigen Gelände der Thyssen-Krupp Stahl AG in der Nähe des Ruhrorter Rheinhafens.

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