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09.01.2002

08:09 Uhr

Extremisten griffen Armeeposten bei Gazastreifen an

Drei Israelis und zwei Palästinenser bei Schusswechsel getötet

Bei einem Überfall palästinensischer Selbstmordattentäter auf einen israelischen Militärposten an der Grenze zum Gazastreifen sind laut dem Rundfunk drei Soldaten und die beiden Angreifer getötet worden.

afp GAZA. Die mit Maschinengewehren bewaffneten Palästinenser griffen demnach am Mittwochmorgen eine Armeestellung bei dem Kibbuz Keren Schalom auf israelischem Gebiet in Höhe der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens an. Die Männer hätten auch mehrere Granaten auf die Soldaten gefeuert. Einem der Angreifer gelang es dem Bericht zufolge, in den Posten vorzudringen, wo er getötet worden sei. Den anderen Mann hätten Soldaten bei der Verfolgung erschossen.

Laut dem Rundfunk werteten Mitarbeiter des Büros von Israels Regierungschef Ariel Scharon den Vorfall als "neuen Beweis" dafür, dass Palästinenserpräsident Jassir Arafat "nichts gegen den Terrorismus tut" und die Forderung nach sieben Tagen völliger Waffenruhe für die Wiederaufnahme von Verhandlungen berechtigt sei. Das israelische Sicherheitskabinett beriet bei seiner seit mehreren Tagen geplanten Sitzung über den neuen Gewaltakt. Dem Rundfunk zufolge wurde nach dem "schweren Zwischenfall" in mehreren jüdischen Siedlungen im Süden des Gazastreifens die höchste Alarmstufe ausgerufen.

Zuvor hatten palästinensische Sicherheitskräfte mitgeteilt, die bei dem Schusswechsel getöteten Palästinenser hätten Polizeiuniformen getragen, jedoch nicht den Sicherheitskräften angehört.

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