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23.01.2001

14:12 Uhr

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FAG Kugelfischer will Automobiltechnik sanieren

Mit einem Maßnahmenpaket will der Schweinfurter Wälzlagerhersteller FAG Kugelfischer AG seine margenschwache Sparte Automobiltechnik (AT) wieder auf Kurs bringen. Die Fertigung von Standardprodukten wie Kugel- und Kegelrollenlagern solle in das ungarische Werk Debrecen verlegt werden, teilte Kugelfischer am Dienstag mit.

Reuters SCHWEINFURT. Dagegen will sich das im MDax notierte Unternehmen am Standort Schweinfurt auf höherwertige Produktsysteme konzentrieren. Kugelfischer-Chef Uwe Loos hatte im Dezember den mit 1,2 Mrd. DM zweitgrößten Geschäftsbereich zur Disposition gestellt, sofern er nicht bis 2002 eine Umsatzrendite von fünf Prozent erreiche.

Im vergangenen Jahr war die Rendite der FAG Automobiltechnik AG und ihrer Auslandstöchter auf unter ein Prozent gefallen. Im laufenden Jahr wären ohne entsprechende Maßnahmen rote Zahlen zu erwarten gewesen, sagte ein Sprecher. "Wenn es gelingt, dieses Konzept umzusetzen, hoffen wir die Zukunft der Automobiltechnik langfristig zu sichern", sagte er weiter. Grund für den Einbruch des Gewinns seien nicht mangelnde Investitionen gewesen, wie sie die IG Metall dem Unternehmen vorgeworfen hatte, sondern allein der enorme Preisdruck in der Automobilindustrie, erklärte der kommissarische AT-Vorstandschef Rupert Sitz. Sein Vorgänger Martin Creydt hatte Kugelfischer zum 1. Dezember nach sieben Jahren verlassen.

Von den Veränderungen seien in den nächsten zweieinhalb Jahren 290 Mitarbeiter betroffen, so Kugelfischer. Die Maßnahmen müssen noch mit dem Betriebsrat verhandelt werden, der am Montag informiert worden war. Auf betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen nach den Worten von Personalchef Jürgen Dittert nach Möglichkeit aber verzichten.

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