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04.04.2003

10:50 Uhr

„FAG-Übernahme war richtig“

INA setzt weiter auf Wachstum

Die weltweit zweitgrößte Wälzlager-Gruppe INA strebt im laufenden Jahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiteres Wachstum an. Durch Synergien nach der Übernahme des einstigen Konkurrenten FAG Kugelfischer sehe er noch ein "großes Potenzial an Wachstumschancen", sagte der INA- und FAG-Vorstandschef Jürgen M. Geißinger in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur (dpa).

HB/dpa HERZOGENAURACH. Zur INA Holding Schaeffler KG aus Herzogenaurach gehören INA mit Wälzlagern und Motorenelementen, FAG (Schweinfurt) mit Kugellagern sowie der Kupplungshersteller LuK (Brühl). 2002 sei der Konzernumsatz in einem rückläufigen Markt um zwei Prozent auf rund 6,9 Mrd. ? gewachsen, sagte Geißinger. Dabei legte INA um 2,5 % auf 3,2 Mrd. zu, FAG um 1,6 % auf 2,25 Mrd. ?.

Für 2003 sehe er Wachstum in ähnlicher Größenordnung, sagte Geißinger - "allerdings vorbehaltlich möglicher wirtschaftlicher Konsequenzen durch den Irak-Krieg". Als wichtigste Wachstumsmärkte nannte der Vorstandschef Nordamerika sowie die Region Asien/China. In China gebe es bereits jetzt drei Fertigungsstätten. Mit der Aufnahme einer Flanschlagerproduktion 2004 werde FAG Shanghai zum größten Radlagerproduzenten Chinas. In Nordamerika sei zwar der Markt für Werkzeugmaschinen schwierig. "Unter dem Strich wachsen wir aber auch dort", sagte Geißinger.

Der Konzern erwirtschaftet derzeit etwa 35 % seines Umsatzes außerhalb Europas. In drei bis vier Jahren solle dieser Anteil auf 50 % steigen. Weitere Akquisitionen schließe er zwar nicht aus - "momentan sehe ich aber keine", sagte Geißinger.

Zum Ertrag macht das Familienunternehmen, das im Besitz der Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler und ihres Sohnes Georg ist, keine Angaben. 2002 sei ein "etwas schwierigeres Jahr" gewesen, sagte Geißinger. Es habe aber keinen Einbruch gegeben. FAG habe seinen Ertrag sogar gesteigert. "Wir wollen in fast allen Bereichen die Technologieführerschaft erreichen", sagte Geißinger. Dafür seien Investitionen wie in den Vorjahren in einer Größenordnung von rund 500 Mill. ? geplant.

INA hatte FAG im Herbst 2001 nach einem spektakulären Kampf übernommen. Der Konzern beschäftigt weltweit etwa 54 000 Mitarbeiter, davon 34 000 in Deutschland.

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