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22.02.2002

16:30 Uhr

Fahndung nach Mord an Vanessa

Bürger gaben entscheidenden Hinweis

Über eine Woche tappen die Ermittler nach dem Mord an der zwölf Jahre alten Vanessa aus Gersthofen bei Augsburg im Dunkeln.

dpa HAMBURG/MÜNCHEN. Aus einem Puzzlespiel von Hinweisen ergeben sich zunächst keine heißen Spuren, bis überraschend der mutmaßliche Mörder festgenommen wird. dpa dokumentiert den Verlauf der Fahndungsarbeit:

12. Februar: Die Eltern von Vanessa finden ihre ermordete Tochter blutüberströmt neben dem Bett des Mädchens. Spuren eines Einbruchs entdecken die Ermittler nicht. Die Polizei bildet eine Sonderkommission.

13. Februar: Die Beamten berichten über den Fund eines Messers, das später über einen DNA-Test eindeutig als Tatwaffe identifiziert wird. Es handelt sich um ein Küchenmesser mit einer 16 Zentimeter langen, feststehenden Klinge.

15. Februar: Trotz einer Reihe von Hinweisen aus der Bevölkerung haben die Fahnder keine heiße Spur. Bereits 100 Personen aus dem Umfeld des ermordeten Mädchens wurden von den Ermittlern befragt, um herauszufinden, mit wem Vanessa Kontakt hatte. Unklar ist weiter, wie der Täter in das Haus kam. Es wird eine Belohnung von 35 000 Euro (68 454 DM) zur Aufklärung der Bluttat ausgesetzt.

19. Februar: Die Fahnder setzen auf die Erstellung eines Täterprofils, um den Mord an dem Mädchen aufzuklären. Zuvor hatten bereits 15 Verwandte und Bekannte Speichelproben abgegeben, um sich über DNA-Analyse als Täter auszuschließen.

21. Februar: Die Polizei sucht nach zwei Hinweisen aus der Bevölkerung einen als "Maskenmann" verkleideten Zeugen. Ermittelt wird ein 19-Jähriger aus Gersthofen. Im Verlauf der Vernehmungen verstrickt sich der Mann in Widersprüche und gesteht die Tat.

22. Februar: Die Polizei gibt den Fahndungserfolg bekannt.

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