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23.01.2006

08:17 Uhr

Fallstricke

Abfindung muss geschickt ausgehandelt werden

VonPeter Groll

Eine neue Kündigungswelle schwappt gerade durch die Republik. Viele Unternehmen strukturieren um und reduzieren dabei gleich die Zahl ihrer Führungskräfte. Entsprechend oft bekommen Manager zurzeit ein Angebot für einen Aufhebungsvertrag oder gar die Kündigung auf den Tisch.

Und dann passiert es: Geschockt, verunsichert und gedemütigt verlieren ansonsten erfahrene und krisenerprobte Abteilungsleiter ihre Linie und versuchen, ausgerüstet mit Halbwissen aus dem Internet, die Angelegenheit alleine in den Griff zu bekommen. Und das geht meistens schief. Denn "in eigener Sache" verhandelt man in der Regel am schlechtesten. Wer es trotzdem tut, riskiert viel: nachhaltige Fehler und vor allem Geld.

Dabei gibt es zunächst zwei moderne Kündigungsformen, die man unterscheiden muss: den Aufhebungsvertrag und - nach erfolgter Kündigung - den so genannten Abwicklungsvertrag. Wer eins von beiden unterschreibt, sollte bedenken, dass er zwölf Wochen lang kein Arbeitslosengeld bekommt.

Denn er hat juristisch die Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt. Das kann man nur umgehen, wenn nach der Kündigung eine Kündigungsschutzklage erhoben wird und ein Vergleich beim Arbeitsgericht geschlossen wird.

Manche Unternehmen möchten dieses Verfahren jedoch vermeiden und gewähren ihren Ex-Mitarbeitern deshalb eine entsprechende Ausgleichszahlung - jedoch nur, wenn die Sperrzeit nachgewiesen wird und wenn man die Kündigungsschutzklage merklich in Erwägung zieht. Freiwillig zahlt kaum einer.

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