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22.04.2003

13:14 Uhr

Familiendynastien auf skandinavisch

Ikea-Gründer Kamprad weiter reichster Schwede

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad hat seine Position als mit Abstand reichster Schwede im vergangenen Jahr souverän verteidigt. Nach einer am Dienstag vom Stockholmer Wirtschaftsmagazin "Veckans Affärer" veröffentlichten Liste mit den 100 finanzstärksten Bürgern des skandinaviaschen Landes verfügt der 77-Jährige über ein persönliches Vermögen von 300 Mrd. Kronen (32,7 Mrd. ?).

HB/dpa STOCKHOLM. Er besitzt damit mehr als vier Mal so viel wie der gleichaltrige Hans Rausing, Ex-Eigner des Verpackungskonzerns Tetra Pak, mit 70 Mrd. Kronen.

Für beide Unternehmer-Veteranen berechnete das Magazin einen gegenüber dem Vorjahr unveränderten Vermögensstand aus Aktienkursen und Schätzungen bei nicht an der Börse notierten Beteiligungen. Dabei konnten zwei Neffen und eine Nichte Rausings jeweils 35 Mrd. Kronen die Plätze vier bis sechs besetzen. Je 1,5 Mrd. Kronen von drei Kindern Rausings brachten die Familie Rausing zusammen auf ein Vermögen von 175 Mrd. Kronen. Kamprads drei Söhne landeten in der Liste mit je drei Mrd. Kronen auf den Plätzen 21 bis 23.

An der Spitze der dritten in Schweden dominierenden Familiendynastie setzte sich der 55-jährige Stefan Persson von der Bekleidungskette Hennes&Mauritz (H&M) mit einem Vermögen von 50 Mrd. Kronen auf den dritten Platz. Perssons Schwester Lottie Tham platzierte sich mit 7,2 Mrd. Kronen auf dem 10. Rang und war damit im letzten Jahr die zweitreichste Schwedin hinter der Multiunternehmerin Antonia Ax:son Johnson (59) mit 14 Mrd. Kronen. Drei Kinder Perssons werden mit je 3,3 Mrd. Kronen auf den Rängen 17 bis 19 geführt, gefolgt von zwei Söhnen seiner Schwester mit je 2,2 Mrd. Kronen auf den Plätzen 29 und 30.

Die früher Schwedens Industrie massiv dominierende Familie Wallenberg taucht erst auf dem 34. Platz mit Peter Wallenberg (67) und einem persönlichen Vermögen von zwei Mrd. Kronen erstmals auf. Generell seien Familienvermögen auf der Basis einer klassischen industriellen Struktur von den Kursverlusten an den Aktienbörsen im letzten Jahr am meisten verschont geblieben, hieß es in "Veckans Affärer".

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