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17.01.2002

09:50 Uhr

Fast alle Städte unter Blockade

Israelische Soldaten erschießen Palästinenser

Israelische Soldaten haben in der Nacht zum Donnerstag bei Nablus im Westjordanland einen Palästinenser erschossen.

dpa RAMALLAH. Nach palästinensischen Angaben lauerten israelische Soldaten dem 42-jährigen Hamis Abdallah in der Nähe eines Flüchtlingslager auf und schossen ihm in den Rücken. Nach israelischer Schilderung wurde der Mann bei einer Schießerei tödlich verletzt.

Abdallah war nach palästinensischen Angaben ein Aktivist der so genannten Al Aksa Brigaden, die in dieser Woche die Verantwortung für drei tödliche Anschläge übernommen haben. Er war wegen mehrerer Anschläge auf Israelis in den 80er Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt, jedoch bei einem Gefangenenaustausch 1985 frei gelassen worden.

Die israelische Regierung beschloss auf einer Sondersitzung am Morgen "maßvolle" Reaktionen auf die palästinensischen Anschläge in dieser Woche. Allerdings hat die Armee in den vergangenen Tagen bereits neue Blockaden über nahezu alle größeren Städte des Westjordanlands verhängt. Lediglich die Städte Bethlehem, Hebron und Jericho sind derzeit noch von außen erreichbar. Als letzte Stadt war am Mittwochabend Dschenin im Norden des Landes abgeriegelt worden. Die Armee begründete dies mit Geheimdienstinformationen über mögliche geplante Terroranschläge gegen Israel.

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