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04.02.2001

14:50 Uhr

dpa PRAG. In Prag ist es wegen der Bewerbung der Hypo-Vereinsbank (München) um die Komercni banka (KB) und des möglichen Baus des neuen BMW-Werks in Tschechien zu Verstimmungen zwischen dem Regierungsamt und dem Finanzministerium gekommen. Das berichteten Rundfunkstationen in Prag am Sonntag.

Demnach soll der stellvertretende Finanzminister Jan Mladek italienischen Diplomaten gesagt haben, die UniCredito habe beim Kauf der KB schlechte Chancen. Favorit sei die Hypo-Vereinsbank, da diese angeblich den Bau des BMW-Werks finanzieren wolle, hieß es. Nachdem jedoch in der tschechischen Botschaft in Rom Proteste eingegangen seien, habe sich Ministerpräsident Milos Zeman am vergangenen Mittwoch mit Vertretern der UniCredito getroffen. Regierungssprecher Libor Roucek bestätigte das Gespräch, ohne den Inhalt mitzuteilen.

Zeman hatte am Freitag auf entsprechende Journalisten-Anfragen nur gesagt, er sei von Mladeks Verhalten "beunruhigt". Daraufhin bestätigte der Sprecher des Finanzministeriums, Libor Vacek, es habe vermutlich ein "Missverständnis" gegeben. Mladeks Worte seien "schlecht übersetzt" worden, wurde Vacek am Sonntag zitiert. Zeman hatte am 23. Januar in München mit Vertretern der Hypo-Vereinsbank und von BMW über mögliche Investitionen in Tschechien gesprochen.

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