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29.01.2002

17:41 Uhr

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FBI sucht verschwundenen US-Reporter

Fieberhaft fahnden die Behörden in den USA und in Pakistan nach Daniel Pearl. Der Korrespondent des Wall Street Journal ist in die Hände einer militanten Gruppe gefallen.

afp ISLAMABAD. Die pakistanische Polizei hat die Suche nach dem vor knapp einer Woche verschwundenen US-Reporter Daniel Pearl ausgeweitet. Bei der Fahndung seien Fortschritte erzielt worden, sagte der pakistanische Armeesprecher General Rashid Qureshi am Dienstag in Islamabad. Nähere Angaben machte er aus Sicherheitsgründen nicht. Nach Angaben des pakistanischen Innenministeriums wurde die Suche nach dem Korrespondenten des "Wall Street Journal" auf alle vier Provinzen ausgeweitet. Der 38-jährige Pearl war zuletzt am vergangenen Mittwoch in der pakistanischen Hafenstadt Karachi gesehen worden. Nach Angaben seiner Ehefrau wollte er in der ostpakistanischen Stadt Lahore einen Führer der militanten Moslem-Gruppe Tansim-ul-Fukra interviewen. Deren Führer Mubarak Ali Schah Gilani ist ebenfalls spurlos verschwunden.

In die Ermittlungen hat sich mittlerweile auch die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet. Am Montag hatte US-Außenminister Colin Powell den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf aufgefordert, alles zur Rettung Pearls zu unternehmen. Eine bislang unbekannte militante Gruppe namens "Nationale Bewegung für die Wiederherstellung der Souveränität Pakistans" hatte sich in einer E-Mail an das "Wall Street Journal" zur Entführung des Reporters bekannt. Darin protestierte die Organisation gegen die Behandlung der gefangenen Taliban- und El-Kaida-Kämpfer auf der kubanischen US-Basis Guantánamo Bay. Der E-Mail angefügte Fotos zeigten den Journalist mit einem Gewehr an der Schläfe. Das Wall Street Journal ist die Schwesterzeitung des Handelsblatts.

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