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02.01.2003

12:35 Uhr

Fehlquote von 8,8 Arbeitstagen

Krankenstand auf Rekordtief gefallen

Der Krankenstand in deutschen Betrieben ist im Jahr 2002 auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren gefallen.

Reuters BERLIN.

Das Bundessozialministerium teilte am Donnerstag mit, die Arbeitnehmer hätten im vergangenen Jahr aus Krankheitsgründen 4,01 Prozent der Sollarbeitszeit gefehlt. Nach Darstellung der Zeitung "Die Welt" entspricht dies einer Fehlquote von 8,8 Arbeitstagen pro Arbeitnehmer. Eine Sprecherin des Sozialministeriums sagte, derartige Umrechnungen gebe es im Ministerium nicht.

Die Quote des Krankenstands fiel nach der Regierungsstatistik 2002 zum dritten Mal in Folge. Anfang der 90-er Jahre lag er bei knapp fünf Prozent. Den Höchststand in den vergangenen zehn Jahren erreichte er 1995 mit 5,08 Prozent. Seit Mitte der 90-er Jahre liegt der Krankenstand in Ostdeutschland leicht über dem Krankenstand in Westdeutschland.

Arbeitsmarktexperten führen die schwache Konjunktur als einen der Hauptgründe für das Rekordtief beim Krankenstand im Jahr 2002 an. Hinzu komme die Angst der Arbeitnehmer, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit im Krankheitsfall die Stelle zu verlieren.

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