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20.02.2002

19:00 Uhr

Feri Institutional legt Ergebnisse einer Umfrage vor

Investoren werden bei Spezialfonds Aktienquote erhöhen

Die deutschen institutionellen Investoren wollen in Spezialfonds die Aktienquote erhöhen und im Gegenzug den Bestand an festverzinslichen Wertpapieren reduzieren. Das geht aus einer gestern präsentierten Umfrage von Feri Institutional Management GmbH, Bad Homburg, hervor.

ina FRANKFURT. Nach Angaben des Consultingunternehmens handelt es sich um die bisher größte Untersuchung über das Anlageverhalten deutscher institutioneller Investoren. Die Gesellschaft betrachtet sich mit einem Beratungsvolumen von 140 Mrd. Euro als Marktführer auf dem heimischen Consultingmarkt (Auswahl von Spezialfondsmanagern für Institutionelle).

An der Umfrage nahmen nach Angaben der Feri-Geschäftsführer Hartmut Leser und Heinrich Olbermann insgesamt 205 der wichtigsten institutionellen Investoren aus dem Inland mit einem Anlagevolumen von mehr als 1 000 Mrd. Euro teil. Davon seien etwa 255 Mrd. Euro in Wertpapier-Spezialfonds investiert. Die Untersuchung repräsentiere daher rund 80 % des Fondsvermögens, das von Externen verwaltet werden könne. Die Anleger kämen aus den Bereichen Versicherungen, Banken, Altersversorgungseinrichtungen und Industrieunternehmen.

Die derzeitigen Anlagen verteilen sich laut Projektmanager Jörg Grünberg zu 44 % auf Anleihen, zu 26 % auf Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Hypotheken sowie zu 17 % auf Aktien. Immobilien und Beteiligungen sowie weitere Anlagen sind mit 13 % berücksichtigt. Dagegen bleiben Hedge Funds und Private-Equity-Anlagen (vorbörsliche Beteiligungen) zur Zeit außen vor.

Bis Ende 2003 wollten die Befragten die Aktienquote um mehr als drei Prozentpunkte erhöhen. Aufstockungen unterhalb der Marke von 1 % seien bei Private Equity, Beteiligungen, Hedge Funds und Immobilien geplant. Im Bereich Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Hypotheken seien dagegen Senkungen um 2,3, bei Anleihen um 1,2 und bei sonstigen Anlagen um 1,0 Prozentpunkte vorgesehen.

Der Anteil der institutionellen Investoren, die mit ihren Spezialfondsmanagern performanceabhängige Gebühren vereinbaren, wird der Erhebung zufolge von derzeit 25 auf künftig fast 50 % steigen. Darüber hinaus dürfte der Anteil der passiv gemanagten Gelder im Aktienbereich bei denen, die heute schon Mandate nach Indexvorgabe verwalten lassen, auf 32 % zunehmen.

Selbst im schwierigen Börsenjahr 2001 bewerteten 75 % der befragten Investoren das Vertrauensverhältnis zu ihren Spezialfondsmanagern als gut oder sehr gut. Die Einschätzung der Fähigkeiten der Vermögensverwalter in den Bereichen Timing und kurzfristigere Anlageentscheidungen ist dagegen eher negativ. Rund 80 bis 85 % der befragten Spezialfondskunden bewerteten die Berichtsqualität der Manager und die Kostenstruktur ihrer Mandate kritischer als andere wichtige Faktoren.

Außerdem ist ihnen die Systematik des Investmentprozesses (nachvollziehbares und strukturiertes Vorgehen bei den Anlageentscheidungen), die Qualität des Personals und eine konsequente Umsetzung getroffener Entscheidungen wichtiger als die bisherige Performance.

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