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14.01.2003

16:20 Uhr

Fernsehjahr 2002

„Düstere Krimis waren die Fernsehhits"

Ein boomendes Krimi-Genre und eine Renaissance des Dokumentarfilms haben aus Sicht des Geschäftsführers des Adolf Grimme Instituts, Bernd Gäbler, das zu Ende gegangene Fernsehjahr 2002 geprägt.

HB/dpa MARL. Düstere Krimistoffe, in denen sich menschliche Abgründe auftaten, schienen charakteristisch zu sein für hervorragende Einzelproduktionen des vergangenen Jahres, schreibt Gäbler in einem am Dienstag in Marl vorgelegten Jahresrückblick. Die offizielle Bekanntgabe der Nominierungen für den renommierten Adolf Grimme Preis wird Ende Januar erwartet.

"Es mag Zufall sein oder doch etwas mit der Zeitstimmung zu tun haben, dass ganz selten heitere gute Filme gelingen", schreibt Gäbler. In der Königsdisziplin des eigenproduzierten TV-Fernsehfilms habe etwa die ARD mit dem Film "Die Hoffnung stirbt zuletzt" um das Schicksal einer in den Selbstmord getriebenen jungen Polizistin "Abgründe menschlichen Leidens" vorgeführt. Zu den Höhepunkten des düsteren Genres zählten auch die Krimis "Toter Mann" (ZDF/Arte) oder "Tödliches Vertrauen" (ZDF) sowie mancher "Tatort".

Mit neuer Themenfülle und Formenvielfalt seien 2002 an den Rändern des Programms auch immer wieder hervorragende Dokumentationen und "Berichte auch über die entlegensten Winkel der Welt" zu finden gewesen, schreibt Gäbler. Neben Geschichts-Dokumentationen habe es auch eine Fülle von Sendungen rund um den 11. September gegeben. Allein rund um dieses Ereignis habe es insgesamt fast 60 Stunden dokumentarisches Fernsehen gegeben.

Zu den Überraschungserfolgen des zurückliegenden Fernsehjahres hätten jedoch auch die im Vorfeld mit vielen hämischen Kritiken bedachten Produktionen "Das Schwarzwaldhaus" (ARD) und "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) gehört. "Wirkliche Menschen möchten alle im Fernsehen immer wieder sehen", so Gäbler.

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