Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.12.2013

13:57 Uhr

1,1 Milliarden Euro

Bundesbank holt 37 Tonnen Gold nach Deutschland

Die Bundesbank hortet das meiste Gold im Ausland. Nun werden 37 Tonnen zurück nach Deutschland geholt. Jens Weidmann betont, den Partnern im Ausland zu vertrauen. Doch die Auslandsstrategie stand lange in der Kritik.

Die Bundesbank übernimmt wieder den Schutz und die Lagerung von einem großen Teil der Goldreserve. dpa

Die Bundesbank übernimmt wieder den Schutz und die Lagerung von einem großen Teil der Goldreserve.

BerlinKnapp 37 Tonnen Gold hat die Bundesbank 2013 aus ihren Beständen in New York und Paris an ihren Sitz in Frankfurt am Main verlagert. Das Gold habe einen Wert von 1,1 Milliarden Euro, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann der „Bild“-Zeitung . „Wir verlagern Gold nicht nach Deutschland, weil wir Zweifel haben, ob es wirklich vorhanden ist.“ Er verwies auf das neue Lagerstättenkonzept, das eine Aufstockung der Bestände in Frankfurt vorsehe.

Anfang 2013 hatte die Bundesbank angekündigt, bis 2020 fast 700 Tonnen deutsches Gold aus dem Ausland zu holen. Dann soll rund die Hälfte der knapp 3400 Tonnen Goldreserven in Deutschland lagern. Derzeit lagert der Großteil des Milliardenschatzes im Ausland, vor allem bei der US-Notenbank Fed. Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Deutschen Bundesbank über.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

In Deutschland gab es zuletzt im Herbst 2012 eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes im Ausland. Der Bundesrechnungshof hatte „angesichts des hohen Werts der bei ausländischen Notenbanken gelagerten Goldbestände und der Tatsache, dass diese noch nie aufgenommen wurden“ regelmäßige Stichproben gefordert. Mancher Politiker meint, die Frankfurter Währungshüter hätten die Kontrolle über das Edelmetall aus der Hand gegeben.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

caesar4441

27.12.2013, 20:12 Uhr

Wow ! Ich bin beeindruckt ! Es ist gelungen 1% des deutschen Goldschatzes aufzufinden und heim zu holen.Na ,dann dauert es ja nur noch mind. ein halbes Jahrhundert bis alles beisammen ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×