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15.02.2012

16:21 Uhr

10 Billionen Euro

Deutsche sind so reich wie nie

Von Schuldenkrise ist bei den Privatleuten in Deutschland wenig zu spüren. Ihr Geld- und Immobilienvermögen ist derzeit auf einem Höchststand. Sichere Investitionen haben weiter einen hohen Stellenwert.

Im dritten Quartal 2011 hatten die Deutschen knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen. ap

Im dritten Quartal 2011 hatten die Deutschen knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen.

BerlinWährend die Regierungen in der Krise jeden Cent zusammenkratzen, haben die Menschen in Deutschland mehr als 10 Billionen Euro Vermögen angehäuft. Zum Vergleich: Das ist so viel wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen. Auf diesen Wert summierte sich das Geld- und Immobilienvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2011, wie der Bundesverband Deutscher Banken am Mittwoch in Berlin auf Basis von Bundesbank-Daten mitteilte. Dabei seien Sachvermögen wie Autos, Möbel, Schmuck und Kunstsammlungen noch nicht eingerechnet.

Allein das Geldvermögen der Deutschen liegt bei knapp 4,7 Billionen Euro, in Immobilien haben sie über fünf Billionen Euro angelegt. Hinzu kommt weiteres Sachvermögen wie PKWs, Wohnungseinrichtungen, private Kunstsammlungen und Schmuck.

Hier liegt das Vermögen der Deutschen

Immobilienvermögen

5,02 Billionen Euro

Geldvermögen insgesamt

4,66 Billionen Euro

Bargeld und Sichteinlagen

1,91 Billionen Euro

Termineinlagen

273,4 Milliarden Euro

Spareinlagen

611,5 Milliarden Euro

Sparbriefe

83,1 Milliarden Euro

Geldmarktpapiere

3,3 Milliarden Euro

Kapitalmarktpapiere

244,6 Milliarden Euro

Aktienvermögen

206,8 Milliarden Euro

Sonstige Anteilsrechte

183,1 Milliarden Euro

Investmentzertifikate

389,2 Milliarden Euro

Ansprüche gegenüber Versicherungen

1396,7 Milliarden Euro

Ansprüche aus Pensionsrückstellungen

287,2 Milliarden Euro

Auch abzüglich der Kreditschulden von 1,5 Billionen Euro - davon sind knapp zwei Drittel Immobilienkredite - verbleibt den Deutschen ein beachtliches Nettovermögen von weit über acht Billionen Euro. Das entspricht immer noch viermal der deutschen Staatsverschuldung von knapp 2,1 Billionen Euro.

Geteilt durch die Anzahl privater Haushalte ergibt sich eine durchschnittliche Verschuldung von 34.813 Euro. Allerdings sind laut einer Studie der Bundesbank nur 41,9 Prozent der deutschen Haushalte überhaupt verschuldet. Folglich entfallen auf die einzelnen Haushalte durchschnittlich 83.098 Euro Schulden.

Beim Finanzvermögen auf Sicherheit: Von den knapp 4,7 Billionen Euro Geldvermögen entfallen mehr als zwei Drittel auf Bargeld, Spar- und Festgeldkonten sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen. Nur fünf Prozent sind in Aktien investiert.

Das Geldvermögen hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht: Es stiegt von 1.750 Milliarden Euro im ersten Quartal 1991 auf mittlerweile 4.662 Milliarden Euro. Der höchste Wert war im zweiten Quartal 2011 mit 4.725 Milliarden Euro erreicht worden.

Kommentare (59)

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Otto

15.02.2012, 16:42 Uhr

Könnten Sie einmal einen sauberen Artikel veröffentlichen. "Das Geldvermögen hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast verdreifacht." Hier wäre es der Sache dienlich bei welcher Bevölkerungsschicht sich die Guthaben und mit welcher Geschwindigkeit angehäuft haben. Nur so ist Ihr Artikel die Mühe nicht wert.

HB-Meinungsmache

15.02.2012, 16:43 Uhr

Allein das Geldvermögen der Deutschen liegt bei knapp 4,7 Billionen Euro, in Immobilien haben sie über fünf Billionen Euro angelegt.
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Liebes HB, wer sind „DEUTSCHE“?
Ich bin ebenfalls DFEUTSCHER, lebe seit 45 in meinem Heimatland, gehe seit 25 Jahren arbeiten, habe aber kein Geld, andere Vermögenswerte, ebenso besitze ich auch keine Immoblien.
Welchem DEUTSCHEN gehts hier noch so wie mir, oder seid ihr alle stinkreich und Grundbesitzer?

whisky

15.02.2012, 16:51 Uhr

Armut in Deutschland steigt seit dem Jahr 2000. Lt. OECD. Wie war das noch mal? Einkommen der Arbeiter seit mehr als zehn Jahren gesunken. Unternehmens und Vermögenseinkommen um fast 40% gestiegen.
http://www.oecd.org/dataoecd/45/27/41525386.pdf

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