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12.10.2015

16:31 Uhr

12 Milliarden in einer Woche

EZB beschleunigt Anleihe-Käufe

Die Europäische Zentralbank schaltet einen Gang höher: In der vergangenen Woche kaufte sie Staatsanleihen in Höhe von rund zwölf Milliarden Euro. Das sind vier Milliarden Euro mehr als in der Vorwoche.

Die Renovierungsarbeiten an der markanten Euro-Skulptur vor der ehemaligen Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main nähern sich dem Ende – das Anleihekaufprogramm noch lange nicht. dpa

Euro-Skulptur wird saniert

Die Renovierungsarbeiten an der markanten Euro-Skulptur vor der ehemaligen Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main nähern sich dem Ende – das Anleihekaufprogramm noch lange nicht.

FrankfurtDie Europäische Zentralbank macht bei ihren großangelegten Kauf von Staatsanleihen mehr Tempo. In der Woche bis zum 9. Oktober nahmen die Währungshüter Bonds im Volumen von 12,46 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Montag mitteilte. In der Vorwoche waren es noch 8,44 Milliarden Euro gewesen. Damit erwarben die EZB und die nationalen Zentralbanken der einzelnen Euro-Länder seit dem Start der Käufe am 9. März mittlerweile Staatsanleihen im Umfang von 358,77 Milliarden Euro.

Zuletzt hatte es an der Börse Spekulationen gegeben, die EZB könnte das von Fachleuten "QE" (quantitative easing - quantitative Lockerung) genannte Programm womöglich ausweiten. Der Grund: Bislang blieb der erhoffte große Schub für die Inflation durch die Käufe weitgehend aus. Im September waren die Preise im Währungsraum sogar um 0,1 Prozent gesunken.

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Ziel der Währungshüter ist aber eine Teuerung von knapp zwei Prozent, die sie als optimal für die Wirtschaftsentwicklung betrachten. Das Programm soll bisher bis September 2016 laufen und dann - weitere Wertpapiere wie Pfandbriefe und Hypothekenpapiere eingeschlossen - einen Umfang von 1,14 Billionen Euro haben. Monatlich wollen die Euro-Wächter im Schnitt Titel im Umfang von 60 Milliarden Euro erwerben.

Von

rtr

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