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23.09.2015

12:55 Uhr

Abgas-Affäre bei VW

Analysten stufen VW-Aktie zurück

Der Manipulationsskandal kostet VW nicht nur viel Geld, sondern jede Menge Ansehen. Die VW-Aktie verliert an Wert und an Bedeutung, trotz der Erholung am Mittwoch. Experten erwarten weitere Abschläge bei den VW-Papieren.

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FrankfurtKurssturz von bis zu 40 Prozent und 30 Milliarden Euro Börsenwert in Luft aufgelöst: Seit Bekanntwerden des US-Abgasskandals geht es mit den Aktien von Volkswagen steil bergab. Dennoch ist die Talsohle Experten zufolge noch nicht erreicht, da sich das ganze Ausmaß der Affäre um manipulierte Abgaswerte noch nicht überblicken lasse. „Die Strafzahlungen werden schmerzhaft sein“, schreibt Analyst Tim Rokossa von der Deutschen Bank in einem Kommentar.

Obwohl der Wolfsburger Autobauer Manipulationen eingeräumt habe, sei die bislang im Raum stehende Maximal-Summe von 18 Milliarden Dollar womöglich nicht das Ende der Fahnenstange. „Die Geschichte der Fahrzeug-Rückrufe lehrt uns, dass die erste 'Beichte' selten die letzte ist“, betont Rokossa.

Sein Kollege Adam Hull von der Berenberg Bank warnt zusätzlich vor den langfristigen Folgen, wie einem geringeren Absatz. Außerdem müssten die Motoren voraussichtlich aufwendiger konstruiert werden, damit sie die Abgas-Grenzwerte auch im normalen Betrieb einhalten.

Vor diesem Hintergrund kürzte Deutsche Bank-Experte Rokassa seine VW-Ergebnisschätzungen für die Jahre 2015 bis 2017 um 35 Prozent. Dabei habe er neben der 6,5 Milliarden Euro schweren Rückstellung des Konzerns Strafzahlungen von vorerst nur fünf Milliarden Euro berücksichtigt.

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In der Affäre um manipulierte US-Abgaswerte droht Volkswagen nun auch Ungemach in Mexiko. Das mexikanische Umweltministerium will prüfen, ob VW auch in Mexiko die Abgasvorschriften vorsätzlich umgangen hat.

Er stufte die Aktie auf „Hold" von "Buy“ zurück. Analyst Jose Asumendi von der Bank JPMorgan bewertet die Titel nun mit „Neutral“ statt „Overweight“. Berenberg-Experte Hull, LBBW-Analyst Frank Biller und Michael Punzet von der DZ Bank kassierten ihre Empfehlungen komplett und wollen die weitere Entwicklung abwarten.

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