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29.12.2015

09:57 Uhr

Aktien 2016

Dax 13.000?

Eine Umfrage unter mehr als 30 Vermögensverwaltern hat ergeben: Die Anlageprofis rechnen 2016 – auch dank einer weiter lockeren Geldpolitik – mit einem steigenden Dax. Wie die Prognosen ausfallen.

Die Dax-Prognosen der Profis gehen weit auseinander. dpa

Börse Frankfurt

Die Dax-Prognosen der Profis gehen weit auseinander.

DüsseldorfIm Börsenjahr 2015 hat der Deutsche Aktienindex (DAX) eine neue Rekordmarke gesetzt: 12.374 Punkte. Aktuell liegt der Index bei gut 10.700 Zählern – und hat nach Einschätzung der Vermögensverwalter noch einiges an Potenzial nach oben. Wie eine Umfrage der DAB Bank unter mehr als 30 unabhängigen Vermögensverwaltern zeigt, erwartet die große Mehrheit der Finanzprofis einen DAX-Stand für Ende 2016 deutlich über dem derzeitigen Niveau.

Fünf Prozent gehen davon aus, dass der DAX über 11.000 Punkten notieren wird. 30 Prozent der Befragten sehen das Aktienbarometer sogar bei 13.000 Zählern oder mehr. Dagegen ist das Bärenlager klar in der Minderheit. Lediglich 7 Prozent rechnen mit einem DAX-Stand von unter 10.000 Punkten. Im Durchschnitt sagen die Vermögensverwalter einen Stand von rund 12.300 Punkten für das Jahresende 2016 voraus.

Auch bei der Frage, welcher Aktienmarkt 2016 das größte Kurspotenzial hat, setzen viele Experten auf den DAX. Unter sechs abgefragten Länderindizes schafft es der deutsche Vertreter mit 29 Prozent auf Platz zwei. An der Spitze liegt der japanische Leitindex Nikkei. 36 Prozent der Vermögensverwalter trauen ihm zu, länderübergreifend die beste Performance zu erzielen.

Was treibt die Börsen auf Rekordhoch?

Geldschwemme

Die wichtigste Triebfeder des Börsenbooms ist die Geldflut der Notenbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre ohnehin lockere Geldpolitik sogar nochmals dramatisch ausgeweitet: Seit 9. März kaufen die Währungshüter monatlich Vermögenswerte in Höhe von 60 Milliarden Euro. Ein Großteil des vielen Geldes fließt in Aktien.

Anlagenotstand

Weil die EZB gleichzeitig den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt hat, herrscht Anlagenotstand: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Anleihen bringen kaum noch Renditen. Das treibt Anleger in riskantere Investitionen wie Aktien, aber auch in Immobilien.

Euroschwäche

Der Euro ist durch die Geldpolitik auf Talfahrt. Das hilft der Exportwirtschaft, weil deutsche Waren dadurch im Ausland günstiger werden. Aktien internationaler Unternehmen profitieren.

Unternehmensgewinne

Deutschlands Börsenschwergewichte haben schon 2014 glänzend verdient - trotz internationaler Krisen. Nach einer Auswertung der Unternehmensberatung EY stieg der operative Gewinn der ersten 15 Dax-Konzerne, die Zahlen für 2014 vorlegten, um fast ein Viertel.

An dritter Stelle liegt der US-amerikanische Dow Jones. Für 18 Prozent der Befragten bietet er die besten Entwicklungschancen. Den vierten Platz teilen sich der chinesische Shanghai Composite Index und der französische CAC40 Index. Auf sie setzen jeweils sieben Prozent der Experten. Nur vier Prozent sind der Meinung, dass sich der englische FTSE100 am besten schlagen wird.

Der Leitzins befindet sich im Euroraum derzeit mit 0,05 Prozent auf einem Rekordtief. Dass dies so bleibt, sagen 68 Prozent der Finanzprofis. Sie erwarten ein niedriges Zinsniveau nahe Null. 21 Prozent gehen sogar noch von einem weiteren Rückgang und von Negativzinsen aus, was ein Novum in der EZB-Geschichte wäre. Eine Zinswende erwartet hingegen die Minderheit. Gerade einmal elf Prozent schätzen das Zinsniveau in einem Jahr höher ein als derzeit.

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