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30.06.2012

14:48 Uhr

Aktien

Deutschen Anlegern fehlt der Mut

Die Schuldenkrise macht die Anlageklasse Aktie zur Zukunft. Die ersten Vermögensverwalter erhöhen schon die Aktienquoten. Doch viele deutsche Anleger steigen zu spät ein oder zu früh aus. Welche Fehler vermeidbar sind.

Jahrelang verschmähten die Deutschen Aktien - zu Unrecht. dpa

Jahrelang verschmähten die Deutschen Aktien - zu Unrecht.

FrankfurtAllein die Zusätze, die den Deutschen zum Thema Börse einfallen, verheißen nichts Gutes: Von Angst-, Wackel- und Schaukelbörsen ist da gerade in letzter Zeit häufig die Rede. All das steht für Unsicherheit und damit wollen die Anleger hier in der Regel nichts zu tun haben. Kein Wunder, dass sie seit Jahren um Aktien einen großen Bogen machen. Erst recht, seitdem Euro-Krise und hohe Staatsschulden weltweit wie Blei auf den Kursen liegen.

Der Anlegerindikator, mit dem die genossenschaftliche DZ Bank jeden Monat die Stimmung unter Privatanlegern misst, ist gerade auf ein Rekordtief gefallen. Nur noch jeder Fünfte rechnet im kommenden Halbjahr mit steigenden Kursen. "Die europäische Schuldenkrise ist für die meisten Anleger zurzeit das Thema schlechthin", sagt Peter Schirmbeck, der Leiter des Privatkundengeschäfts bei der DZ Bank.
Kein Wunder, dass in einem solchen Umfeld die Zahl derer, die mutig Aktien kaufen, kaum wächst. Seit drei Jahren steigt die Zahl allmählich wieder, trotzdem sind es auch heute noch weniger als in den 90er-Jahren. Dabei war das Wissen über Aktien damals geringer, ebenso wie die Auswahl an Papieren.

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Es liegt an den heftigen Kursschwankungen gerade seit Beginn dieses Jahrtausends, die die Deutschen beim Umgang mit Aktien skeptisch werden ließen. In der Hochphase der sogenannten New Economy legten die Kurse der Börsenneulinge aus Branchen wie Internet, Software oder Telekom an manchen Tage im zweistelligen Prozentbereich zu. So sehr, dass breite Bevölkerungsschichten von schier unglaublichen Geschichten über Mitbürger angezogen wurden, die in wenigen Monaten zum Millionär wurden. Als dann im März 2000 alles zusammenbrach, waren viele kurz vorher erst teuer eingestiegen und verloren in den folgenden drei Jahren fast ihren kompletten Einsatz.

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Selbst Schwergewichte wie die Deutsche Telekom sind heute noch meilenweit von ihren damaligen Hochs entfernt. Wurden im Jahr 2000 für eine der sogenannten T-Aktien über 100 Euro gezahlt, so sind es heute gerade 8,40 Euro. Ob manch einer, der damals gekauft hat und diese Aktien heute noch hält, in seinem Leben jemals wieder die alten Hochs sehen wird, ist mehr als fraglich.

Kommentare (8)

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hauiab

30.06.2012, 16:27 Uhr

Das System ist vollkommen aus dem Ruder gekommen! HB hat in der ersten Listung neben Schaukelbörsen & Co die POLITISCHEN BÖRSEN vergessen! Börsen sollten aber Marktprozesse widerspiegeln bzw. vorwegnehmen. Diese Verlässlichkeit ist vorbei. Zuletzt der Gipfel verfassungsfeindlicher Politik in Brüssel mit Öffnung deutscher Geldschleusen OHNE BEGRENZUNG für REST-EUROPA.
HÖREN SIE AUF MIT den ängstlichen Deutschen. Ein hochrangiger Rothschild aus Paris hat in der FAZ vor 2-3 Wochen explizit die wenig erfreuliche Veränderung der Börsen vorallem in Europa gebrandmarkt.
HB sollte von seinem anachronistischen Schubladendenken wegkommen! Das wäre ein Reifeprozess in der journalistischen Darstellung.

mauiabtauchen

30.06.2012, 16:43 Uhr

Und dann - Sie empfehlen die Autobranche, warum gerade auch immer und ausgerechnet JETZT, vor einer vorhergesagten, weltweiten Konjunkturdelle. Stichwort: Daimler. Der Skandal wenn ich richtig erinnere in 2008 brachte nun hervor, dass Vorstände die Aktionäre DRAUSSEN frühzeitig - Details nicht präsent - über ihre Vorhaben informieren müssen! Handelsblatt: die Schnelligkeit machts nicht mit immer neuen Reporten, nur um Zeit und Platz zu füllen! Wenn man Aktien kaufen möchte, kann man das immer tun mit: BASF, Nestle, Zigaretten GB, USA; Gas, Erdöl, Novo Nodisk Dänemark usw.

esm

30.06.2012, 16:47 Uhr

In Bezug auf hauiab, hier nochmal kurz die Visuelle Info warum das System schon länger nicht mehr funktioniert.
Wir brauchen dringend eine Zeitregel beim Trading.
Der ESM ist ja jetzt verabschiedet und wird die Märkte mal wieder fluten. Ein Teil geht in den Casinobetrieb, der Rest wandert ins Betongold.

http://www.cbsnews.com/video/watch/?id=6945451n

http://www.huffingtonpost.com/2011/11/30/kevin-slavin-how-algorith_n_1120684.html

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