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28.12.2014

11:31 Uhr

Aktien Emerging Markets 2015

Günstiges Öl befeuert die Schwellenländer

VonJens Hagen

Die Wachstumsregionen der Welt profitieren vom niedrigen Ölpreis – doch nicht nur das. Für 2015 rechnen Profi-Investoren mit vielen Chancen in Schwellenländern. Welche Aktienmärkte am stärksten zulegen könnten.

Förderanlage: Günstiges Öl könnte 2015 die wirtschaftliche Entwicklung ausgewählter Schwellenländer antreiben. Imago

Förderanlage: Günstiges Öl könnte 2015 die wirtschaftliche Entwicklung ausgewählter Schwellenländer antreiben.

DüsseldorfNicht nur Autofahrer dürfte der Blick auf die Charts der Ölpreise begeistern. Auch Finanzmarkt-Fans blasen die Backen auf, wenn sie die Preiskurve für Brentöl sehen. Nach dem Jahreshöchststand von 117 Euro im Juni dieses Jahres stürzte der Preis bis Dezember zwischenzeitlich unter die Marke von 60 Dollar. In weniger als sechs Monaten verlor der Ölpreis rund 45 Prozent. Der Einbruch ist vergleichbar mit dem letzten Crash der Finanzkrise. In den Jahren 2008 und 2009 stürzte der Ölpreis von 130 Dollar unter die Marke von 50 Dollar.

Was Charttechniker herausfordert, führt in einigen Volkswirtschaften zu Wirtschaftskrisen, in anderen zu Wachstumssprüngen. „2015 wird der Rückgang der Rohstoffpreise – von Agrarprodukten über Metallerze bis hin zu Öl – für viele Schwellenländer von zentraler Bedeutung sein“, sagt Nick Price, Fondsmanager des Fidelity Emerging Markets Fund.

Anleger sollten den Preisrutsch im Auge behalten und ihre Chance nutzen. „Während Rohstoffunternehmen und Nettoexporteure von Rohstoffen wie eine Reihe lateinamerikanischer Staaten, Russland und Südafrika unter dem Preisrückgang leiden, stehen die Nettoimporteure von Rohstoffen auf der Gewinnerseite“, sagt Price. Vor allem Konsumgesellschaften im frühen Stadium wie Indien, Thailand und die Philippinen dürften von der Rohstoff-Baisse profitieren.

Und der konjunkturelle Rückenwind könnte anhalten. „Um einen dauerhaften Effekt auf die Konjunktur zu haben, müssen die Notierungen längerfristig niedrig bleiben“, sagt Jens Wilhelm vom Vorstand der Union Asset Management. „Dies sollte nach der jüngsten Entscheidung der Opec, die Förderquoten konstant zu halten, zumindest für die nächsten Monate der Fall sein.“

Für Anleger, die ihren Fokus auf Schwellenländer legen, die von günstigen Rohstoffpreisen profitieren, kommt der Rückenwind zur rechten Zeit. Viele Aktien von Unternehmen aus den Emerging Markets entwickelten sich längst nicht so gut wie diejenigen von Konzernen in den Industrienationen. Anleger mussten zum Teil empfindliche Verluste hinnehmen. Der Beginn der geldpolitischen Zinswende in den USA, eine Abschwächung des globalen Wachstums und geopolitische Krisen sorgten für Verkäufe.

Doch Hoffnung naht. „Die moderaten Töne der US-Notenbank Fed sowie geopolitische Risiken lassen vermuten, dass sich die Zinswende in den USA nach hinten verschiebt“, sagt Wilhelm. Nach seiner Einschätzung dürfte die Fed erst im späteren Verlauf des zweiten Halbjahres mit Zinserhöhungen starten. Die letzten Konjunkturdaten aus den Industrieländern, die als wichtige Absatzmärkte vor allem asiatischer Schwellenländer fungieren, sehen auch dank des Ölpreisverfalls wieder positiver aus.

Kommentare (2)

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Herr Peter Noack

29.12.2014, 09:31 Uhr

Wie passt diese Werbung mit Prognosen zusammen, die China sinkendes Wachstum und den USA die Wachstumslokomotive 2015 zuschreiben?
Gehört auch das sanktionierte Russland zu den bevorzugten Anlageschwellenländern? Kein Wort darüber, also Schwamm drüber? Wieso sollte denn Anlagestrategie etwas mit Wachstum der Realwirtschaft zu tun haben? Es reicht doch, dass die Fed, die BoJ, BoGB oder die EZB weiterhin Geld für Nullzins anbieten, oder?

Account gelöscht!

29.12.2014, 11:58 Uhr

Die Wachstumsregionen der Welt profitieren vom niedrigen Ölpreis – doch nicht nur das. Für 2015 rechnen Profi-Investoren mit vielen Chancen in Schwellenländern. Welche Aktienmärkte am stärksten zulegen könnten.

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Gut dass das Internet nichts vergisst !!!

Man staune wie die Propaganda in Europa funktioniert !!!

Es wäre Ratsam auch andere Zeitungen zu lesen...

wie etwa ...NEUE ZÜRCHER ZEITUNG ( NZZ )...

dort wird sogar darüber geschrieben ...

das WARNUNGEN DURCH EXPERTEN AUSGESPROCHEN WURDEN...

wegen dem Verfall des Ölpreises.

Und wenn man zwei Bäcker neben einander hinstellt...

um einen Kuchen zu backen...mit den gleichen Zutaten...

dann kommt bei dem einen einen tollen Kuchen heraus...

und bei dem anderen etwas unansehnliches.

Die " EU " betreibt nur Mundpropaganda ...

während etwa man in dem USA eine aufsteigende Wirtschaft

bemerkt.







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