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29.06.2015

17:05 Uhr

Aktien, Euro

Alles halb so schlimm?

Am Nachmittag scheinen die Märkte den Schock um die Ereignisse in Griechenland einigermaßen verdaut zu haben. Europäische Indizes und Euro ziehen wieder an. Ein Spieler könnte beeinflussen, ob die Schwankungen anhalten.

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DüsseldorfNach einem heftigen Kursverlust von über vier Prozent zum Handelsbeginn hat sich der Deutsche Aktienindex (Dax) am Montag im Laufe des Tages etwas erholt. Gegen 16.30 Uhr notierte der deutsche Leitindex an der Börse in Frankfurt mit rund 2,9 Prozent im Minus.

Die jüngsten Entwicklungen in Griechenland setzten dem Dax damit am Montag nicht so schwer zu, wie von einigen Analysten zunächst befürchtet. Auch andere europäische Indizes wie der französische Leitindex CAC 40 oder der spanische Leitindex Ibex 35 verloren zum Handelsstart deutlich über vier Prozent und erholten sich wieder.

Schließlich konnte auch der Euro, der am Morgen unter die Marke von 1,10 Dollar abgerutscht war, wieder aufholen und notierte bis zum Nachmittag auf einem Tageshoch von 1,1159 Dollar. War die Aufregung am Ende übertrieben? Der Aufschrei am Morgen zu schrill?

Kein Zweifel besteht darüber, dass die Marktteilnehmer einigermaßen geschockt auf die Ankündigung von Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras in der Nacht zum Samstag reagiert hatten, ein Referendum über die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber am kommenden Sonntag abhalten zu wollen.

Die Finanzminister der Euro-Zone warfen ihm daraufhin vor, einseitig die Verhandlungen abgebrochen zu haben, und entschieden, das am Dienstag auslaufende Hilfsprogramm für Athen nicht zu verlängern. Ohne frisches Geld droht Griechenland binnen wenigen Tagen der Bankrott.

„Auf breiter Ebene werden Risiken vermieden”, erklärt Stan Shamu, Stratege bei IG Markets. „Alle sind vor dem Referendum etwas nervös“. In der Tat ist die Volatilität auf den höchsten Stand seit 2008 gestiegen, als die weltweite Finanzkrise einen Höhepunkt erreichte.

Kommentare (1)

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29.06.2015, 17:38 Uhr

Nicht mal halb so schlimm - für die Politiker und die Banken.

Zusammen mit der EZB vor allem sorgten sie dafür, daß alle (gigantischen im dreistelligen Billionen- Euro-Bereich liegenden) Risiken des Euro - denn der ist der Bösewicht, weil die Politiker ihn auf die Steuerzahler los ließen ohne Maulkorb und ohne jede Erziehung - nahezu ausschließlich bei den Steuerzahlern liegen, die zuvor niemals dazu gefragt wurden.

So grinsen sich die Politiker in Brüssel, den 19 Nationen unterm heimtückischen und nicht funktionierenden Euro (Griechenland ist nur ein schnelles, kleines Beispiel) sich die Hucke voll bei opulenten Mahlzeiten im Sternelokal - davon gibt es in Brüssel mehr als sonst auf der Welt.

So ist eben die Welt - bös und ungerecht.

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