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11.12.2015

12:42 Uhr

Aktien, Fonds, Bausparverträge

Wie Yuppies Geld anlegen

VonJens Hagen

Junge Anleger mit Aufstiegs-Potenzial sind wählerisch. Sie halten sich für Finanzprofis und trauen ihren Bankern nicht über den Weg. Was der Nachwuchs mit seinem Geld anstellt.

Junge Anleger sind kritisch - und wissen was sie wollen. Getty Images

Junge Anleger sind kritisch - und wissen was sie wollen.

Sie sind jung, haben beste Karrierechancen und bereiten ihren Bankern Kopfzerbrechen. Young Professionals, gut ausgebildete Berufseinsteiger oder Hochschulabsolventen, die in Zukunft durch eigene Leistung im Job oder durch Erbschaft - laut Deutschem Instituts für Altersvorsorge werden in den Jahren 2015 bis 2024 in Deutschland etwa 3,1 Billionen Euro Privatvermögen vererbt – mit großer Gewissheit zu einem Vermögen gelangen werden.

Wie der Nachwuchs bei der Geldanlage tickt, zeigt eine Studie der FOM Hochschule, der Kanzlei Baum Reiter & Collegen und dem Handelsblatt unter knapp 500 Nachwuchsanlegern. Banker können dieser Zielgruppe wenig vormachen.

Welche Finanzprodukte Yuppies lieben

Edelmetalle

16 Prozent der Privatanleger investierten in diesem Jahr ihr Geld in Edelmetalle. Im Jahr 2014 lag der Anteil bei 19 Prozent. Quelle: FOM Hochschule, Rechtsanwälte Baum, Reiter & Collegen.

Immobilien

Immobilien standen bei 22 Prozent der Befragten in diesem Jahr auf dem Kaufzettel. Im Vorjahr lag der Anteil bei 20 Prozent.

ETF

21 Prozent der privaten Anleger investieren ihr Geld im Jahr 2014 in Exchange Traded Funds.

Termin- , Festgeld , Sparbrief

Im Jahr 2014 investierten 20 Prozent der Privatinvestoren in mindestens eine der drei Anlageformen. Der Anteil sinkt kontinuierlich im Jahr 2013 waren es noch 25 Prozent.

Kapitallebensversicherung

Für 24 Prozent der Privatanlegern stellten Kapitallebensversicherungen in diesem Jahr eine attraktive Anlagemöglichkeit dar.

Riester- und Rürup-Renten

Riester- und Rürupprodukte haben in der Gunst der Anleger deutlich verloren. 36 Prozent der Befragten investierten in die staatlich geförderten Sparscheine. 2013 waren es noch 48 Prozent gewesen.

Sparbuch

Das Sparbuch gehört für 35 Prozent der privaten Anlegern auch in diesem Jahr in ein ausgewogenes Depot. Im Jahr 2013 betrug der Wert noch 43 Prozent.

Fonds

41 Prozent der Umfrageteilnehmer investierten ihr Geld in Fonds.

Bausparvertrag

Fast die Hälfte (48 Prozent) der Privatinvestoren bevorzugten haben einen Bausparvertrag.

Aktien

Im Jahr 2014 gehörten Aktien für 47 Prozent der Privatanleger zu den favorisierten Anlageprodukten.

Tagesgeld

Das Tagesgeld ist nach wie vor das Finanzprodukt Nummer Eins in Deutschland. 77 Prozent der Nachwuchs-Anleger legten ihr zu niedrigen Zinsen flexibel an.

Die Hochschule prüfte das Finanzwissen der Young Professionals auf Basis von Fragen, wie sie auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei entsprechenden Tests verwendet.

Gut 54 Prozent verfügen über eine sehr gute bis gute Allgemeinbildung in Finanzfragen. Mehr als jeder dritte schnitt mit „befriedigend“ ab. Nicht einmal jeder zehnte patze bei den Finanzfragen. Insgesamt beantworteten die Befragten knapp neun von zehn Fragen zu Rendite, Inflation oder Diversifikation des Portfolios richtig. „Der Nachwuchs kennt sich aus und weiß das auch“, sagt Julius Reiter, Anwalt und FOM-Professor. Denn nur vier Prozent attestieren sich mangelhafte oder ungenügende Kenntnisse.

Die Kenntnisse zahlen sich aus. „Young Professionals mit gutem Allgemeinwissen bei Finanzthemen nutzen verstärkt Kapitalmarktprodukte für die Geldanlage, achten auf Diversifikation und sichern sich staatliche Prämien“, sagt Reiter.

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