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14.05.2015

11:36 Uhr

Aktien, Immobilien, Anleihen, Cash

Wie die Superreichen ihr Geld anlegen

VonPeter Köhler

Verschwiegen, kaum beaufsichtigt und höchst erfolgreich: Die Family Offices der Super-Reichen sind die Königsklasse der Geldanlage. Eine Studie lüftet die gut gehüteten Geldanlage-Geheimnisse der illustren Kundschaft.

Wer sein Geld profitabel anlegt, kann den Urlaub in vollen Zügen genießen. Getty Images

Sonne im Gesicht

Wer sein Geld profitabel anlegt, kann den Urlaub in vollen Zügen genießen.

FrankfurtSeit Generationen gibt es vor allem ein Motto, dem sich die wirklich reichen Familien und Dynastien über Krisen und Kriege hinweg verpflichtet fühlen: Das Vermögen muss vermehrt aber vor allem erhalten werden – unter allen Umständen. Herzstück der modernen Vermögensverwaltung sind dabei die Family Offices. Hier werden die langfristigen Strategien ausgebrütet. Die Mindestanlagen liegen bei etwa 100 Millionen Euro.

Normalerweise lassen sich die Finanzprofis der Family Offices nicht in die Karten schauen. Jetzt gibt erstmals eine Studie des Bayerischen Finanz Zentrums (BFZ) und der Complementa Investment-Controlling AG einen Blick hinter die Kulissen frei.

Die erste wichtige Erkenntnis: den Reichen wird der Boom an den Aktien- und Anleihemärkten langsam unheimlich, sie treten auf die Bremse. 73 Prozent der „Single Family Offices“, also jener Vermögensverwaltungen, die nur für eine einzige Adresse tätig sind, schätzen sich mittlerweile als „risikoneutral“ ein, fast ein Viertel sogar als „risikoavers“. Nur vier Prozent bezeichnen sich in der Umfrage als „risikofreudig“.

So legen die wirklich Vermögenden an

Depotzusammensetzung: Liquidität

13,7 Prozent

Quelle: Bayerisches Finanz Zentrum, Complementa Investment-Controlling AG, „Family Office Studie 2015“

Zinspapiere

19,9 Prozent

Aktien

27,2 Prozent

Private Equity

13 Prozent

Immobilien

15,3 Prozent

Hedgefonds

5,8 Prozent

Rohstoffe und Infrastruktur

3,3 Prozent

Tangible Assets (zum Beispiel Farmland)

1,7 Prozent

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es noch 22 Prozent. „Wenn man das als Frühindikator sehen will, dann lohnt es sich vielleicht, langsam über eine Absicherungsstrategie nachzudenken“, sagt Prof. Wolfgang Gerke, Co-Autor der Studie.

Das Wachstum der Family Offices ist weltweit ungebremst, weil die Zahl der Millionäre und Milliardäre ständig zunimmt. So können in Europa die Vermögen der Erbengeneration in einer im historischen Vergleich langen Phase ohne Kriege immer weiter wachsen. Zudem gibt es eine steigende Zahl von prosperierenden Mittelständlern, die in immer höhere Vermögensklassen aufsteigen. Und schließlich sind da noch Jungunternehmer und Internetpioniere, die durch IPOs und Firmenverkäufe zu Reichtum gekommen sind. Bei der Standortwahl für die Vermögensverwaltung steht bei den befragten Family Offices die Schweiz an der Spitze, gefolgt von Deutschland.

Vor diesem unternehmerischem Hintergrund vieler Superreicher ist die zweite wichtige Erkenntnis zu sehen: Das neue, beherrschende Thema bei den Family Offices ist Private Equity. Hier erwerben spezialisierte Beteiligungsgesellschaften Anteile an Unternehmen. Dann versuchen sie mit verschiedenen Strategien deren Marktwert zu steigern und sie einige Jahre später wieder zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Die eingegangene Beteiligung wird davor nicht an geregelten Märkten gehandelt. 20 Prozent der befragten 92 exklusiven Vermögensverwalter wollen hier mehr Geld investieren, einen höheren Aktienanteil streben dagegen nur 18 Prozent an.

Kommentare (5)

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Herr Josef Schmidt

15.05.2015, 13:36 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

Herr Peter Spiegel

15.05.2015, 17:59 Uhr

Mit physischen hinterlegtem Gold um den Hals.

Sergio Puntila

15.05.2015, 20:20 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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