Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.03.2016

12:54 Uhr

Aktien und Börsen

Was den Bullenmarkt stärker macht

Seit 2009 bewegen sich die Börsen nach oben. Doch mittlerweile haben die Investoren Angst, dass der Aufwärtstrend nicht anhalten wird. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen aber, dass das Gegenteil der Fall sein dürfte.

Die Skulptur des Bullen auf dem Platz vor der Börse vor den Blüten von Zierkirschen. dpa

Schöne Aussichten

Die Skulptur des Bullen auf dem Platz vor der Börse vor den Blüten von Zierkirschen.

New York„Wie weit können die Aktienkurse noch fallen?“ fragte sich das Wall Street Journal am 9. März 2009, nachdem die Finanzkrise Billionen Dollar an Marktwert bei amerikanischen Aktien vernichtet hatte. Der Kurseinbruch war der heftigste seit der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren.

Aber dieser Tag war auch der Tiefpunkt des Bärenmarktes. Es setzte eine Aufwärtsbewegung ein, die inzwischen seit sieben Jahren anhält. In diesem Zeitraum haben US-Aktien 14 Milliarden Dollar an Wert gewonnen, der Standard & Poor’s 500 Index hat rund 200 Prozent zugelegt.

Doch jetzt haben die Investoren Angst, dass der Aufwärtstrend nicht anhalten wird. Sie sorgen sich über sinkende Unternehmensgewinne, eine Konjunkturabkühlung in China und die Unsicherheit hinsichtlich der Zinsen. Sie handeln ihrer Einschätzung gemäß und ziehen so schnell Gelder aus Aktien ab wie fast noch nie. Und das nicht ohne Grund, hat der S&P 500 doch über die vergangenen 18 Monate gerade einmal 0,5 Prozent gewonnen.

Wenn jedoch die frühere Entwicklung eine Orientierung bietet, dann ist genau dieser Rückzug ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Hausse weitergehen wird. Solche Aufwärtsbewegungen enden meist erst, wenn es übertriebenen Optimismus gibt - und der ist nirgendwo in Sicht.

„Dieser allgegenwärtige Pessimismus, die Skepsis und die fehlende Bereitschaft, in Aktien annähernd so stark zu investieren wie in den vergangenen Bullenmärkten, ist ein klares Merkmal“, kommentiert Liz Ann Sonders, Chef-Investmentstrategin bei Charles Schwab & Co. Diese gegenläufige Stimmung bilde „die Wand aus Sorgen, die Aktienkurse gerne hochklettern“, führte sie aus.

In den vergangenen zwölf Monaten haben Investoren annähernd 140 Mrd. Dollar aus Aktien-Investmentfonds und börsennotierten Fonds abgezogen, mehr als doppelt so viel wie die stärksten Abflüsse über alle vergleichbaren Zeiträume während der weltweiten Finanzkrise.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×