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08.01.2010

08:53 Uhr

100 wertvollste Unternehmen

Bankaktien erleben eine Renaissance

VonChristian Schnell

Mit dieser Rückkehr hat kaum ein Börsianer gerechnet: Bankaktien feiern in der Riege der wertvollsten Unternehmen der Welt ein eindrucksvolles Comeback. Unter den 100 größten Aktiengesellschaften der Welt befinden sich allein 21 Finanzunternenehmen. Die Zahl deutscher Konzerne in den Top-100 hat sich hingegen halbiert.

Skyline von Hongkong: In Asien haben Finanzkonzerne wie die Bank of China und die HSBC nach Marktwert kräftig zugelegt. Reuters

Skyline von Hongkong: In Asien haben Finanzkonzerne wie die Bank of China und die HSBC nach Marktwert kräftig zugelegt.

FRANKFURT. Vor einem Jahr fiel die Zahl der Bankaktien unter den Top 100 wegen der massiven Kurseinbrüche, die die Finanzkrise mit sich gebracht hatte, auf magere zwölf Titel. Inzwischen sind wieder 21 Banken dort vertreten. Das geht aus der jüngsten Erhebung der Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Der Börsenwert aller Finanztitel, der Ende 2008 bei 1,42 Billionen Dollar lag, hat sich dabei fast verdoppelt.

Viele Banken sind mindestens wieder so viel wert wie Ende 2007

"Die meisten Marktbeobachter gehen inzwischen davon aus, dass die Finanzbranche das Schlimmste überstanden hat und dass einige Institute sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen werden", sagt Hendrik Hollweg, Geschäftsführer bei Ernst & Young. Die Renaissance der Finanzwerte belegt auch der aktuelle Börsenwert vieler Institute im Vergleich zum Jahresende 2007. Damals waren die Ausläufer der Finanzkrise zwar schon zu spüren, von einem Kursdesaster wie nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers im September 2008 waren sie aber noch weit entfernt.

Top-10-Aktien wie die China Construction Bank und die britische HSBC haben wieder das Niveau von damals erreicht, die größte US-Bank JP Morgan (Rang 19) ist sogar deutlich mehr wert. Der Börsenwert der Deutschen Bank liegt dagegen ein Drittel unter dem von Ende 2007, sie rangiert im weltweiten Unternehmensvergleich auf Rang 148.

Etliche Fondsmanager haben auf den Trend reagiert. "Finanztitel habe ich nach wie vor übergewichtet", sagt Alexander Scurlock, Manager des Fidelity European Growth Fonds. Banken hätten im Zuge der Krise strukturelle Verbesserungen vorgenommen, Überkapazitäten abgebaut und somit Gewinnmargen gesteigert, lobt er.

Kommentare (1)

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Malvin

08.01.2010, 10:23 Uhr

Na, da kann man sich nur wundern wie das geht.....
ich persönlich wundere mich schon lange nicht mehr.
Es herrschen Lüge, Korruption, Gier und MENSCHENVERACHTUNG.
Wie das weitergehen soll ?
Zum Glück nicht mehr lange.....
ich freue mich auf 2012 ;-)

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