Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.11.2011

13:47 Uhr

1804 gegründet

Österreichs Staatsdruckerei geht an die Börse

Die Österreichische Staatsdruckerei wird ab Freitag an der Wiener Börse gehandelt. Das Unternehmen ist auf elektronische Ausweise spezialisiert und wurde im Jahr 2000 privatisiert.

Eingang zur Wiener Börse picture-alliance/ dpa

Eingang zur Wiener Börse

WienDie über 200 Jahre alte Österreichische Staatsdruckerei hat grünes Licht für ihren Börsengang erhalten. Am Freitag würden die Aktien des auf elektronische Ausweise spezialisierten Unternehmens erstmals an der Wiener Börse notiert, teilte die Firma am Donnerstag mit.

Anders als bei den meisten übrigen Börsengängen planen die beiden Eigentümer - Firmenchef Robert Schächter und der Investmentbanker Johannes Strohmayer - aber keine Kapitalerhöhung. Diese könne später kommen, wenn die OESD das Geld etwa für Übernahmen brauchen. „Mit der Börsennotiz erschließen wir zusätzliche Finanzierungsoptionen für das zukünftige Unternehmenswachstum“, sagte Schächter.

Die Eigentümer wollten in den kommenden Monaten Aktien über die Börse und außerhalb verkaufen, hieß es in der Mitteilung. Bis Jahresende sollen so mindestens 10.000 von 7,5 Millionen Aktien in Streubesitz kommen. Ein öffentliches Angebot werde es nicht geben. Rund fünf Prozent der Aktien sollen künftig in Besitz einer Mitarbeiterstiftung stehen.

Die 1804 von Kaiser Franz I. gegründete „k.k. Hof- und Staatsdruckery“ machte sich zunächst einen Namen mit der Herstellung von Briefmarken. Heute erstellt das im Jahr 2000 privatisierte Unternehmen unter anderem elektronische Reisepässe, Personalausweise und Führerscheine und erwirtschaftete damit zuletzt bei einem Umsatz von 38,8 Millionen Euro einen Gewinn von 5,3 Millionen Euro. Mittlerweile liefert das Unternehmen in 60 Länder der Welt, Hauptkunde ist aber nach wie vor die Republik Österreich.

Die Wiener Börse hieß das neue Unternehmen willkommen. „Es ist erfreulich, wenn ein Unternehmen auch ohne Kapitalaufnahme an die Börse geht, um sich so auf eine allfällige Kapitalerhöhung zu einem späteren Zeitpunkt bestmöglich vorzubereiten.“, sagen die beiden Vorstände der Wiener Börse, Michael Buhl und Heinrich Schaller. Die Börsennotiz finde im Zuge einer „einmaligen untertägigen Auktion“ statt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×