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23.01.2004

07:00 Uhr

2003 legte die Aktie von Techem um 100 Prozent zu

Techem-Aktie gewinnt Vertrauen zurück

VonPatrick Mönnighoff (Handelsblatt)

Nach dem Wechsel im Vorstand von Techem scheint die Zeit der Enttäuschungen vorbei zu sein – die Umstrukturierungen zeigen Wirkung.

DÜSSELDORF. Wenn der Heizungsableser kommt, bedeutet dies für Mieter und Wohnungseigentümer jede Menge Arbeit. Schränke müssen verrückt, Pflanzen umgestellt und der monatelang zur Abstellkammer umfunktionierte Heizungskeller entrümpelt werden. Dass sich der Aufwand jedoch zumindest aus Sicht der Anleger lohnt, beweist das Unternehmen Techem, dessen Mitarbeiter bei fast 5 Millionen deutschen Haushalten einmal im Jahr den Energie- und Wasserverbrauch ablesen. Allein im vergangen Jahr legte die im MDax notierte Aktie des größten deutschen Energiedienstleisters über 100 % zu. Damit gehört sie zu den Top-Performern unter den 50 Mid-Caps.

Dennoch blieben viele Analysten lange Zeit vorsichtig. Denn bevor Horst Enzelmüller vor gut einem Jahr den Posten des Vorstandsvorsitzender einnahm und mit Hilfe von Unternehmensberatern den Konzern neu organisierte, rieten die meisten von ihnen von der Aktie ab. Grund: Zweimal musste Techem allein im Geschäftsjahr 2001/2002 die Prognosen senken und in den ersten neun Monaten einen Gewinneinbruch von 42 Prozent auf 23 Mill. Euro verbuchen.

Mittlerweile sieht es jedoch deutlich besser aus. Erst vor wenigen Tagen vermeldete das Management einen Umsatzzuwachs für das abgelaufenen Geschäftsjahr von 7,5 % auf über 400 Mill. Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen stieg um 13 % auf rund 44 Mill. Euro. Insgesamt habe sie das Ergebnis und die Reduzierung der Schulden sehr zuversichtlich gestimmt, sagt Bettina Hörstke, Analystin bei der WestLB. Erst kürzlich stufte sie daher die Techem-Papiere von „underperform“ auf „halten“ hoch.

Burkhard Weiss, Analyst bei der Commerzbank, hält vor allem wegen des erfolgreichen Restrukturierungsprogramms und dem positiven Ausblick einen Aktienkurs von 20 Euro für realistisch. Er rät daher zum Kauf und zählt die Aktie trotz der guten Performance seit einigen Wochen zu seinen „Top-Picks“.

Immerhin strebt der Konzern für das laufende Jahr Kosteneinsparungen in Höhe von 12 Mill. Euro an. Der operative Gewinn (Ebit) soll zwischen 67 und 70 Mill. Euro liegen, was Weiss für realistisch

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