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08.05.2014

22:47 Uhr

3D-Drucker-Hersteller

Börsengang von SLM Solutions kleiner als geplant

Das Kapitalmarktumfeld für die 3D-Drucktechnologie ist derzeit nicht besonders günstig. Das bekommt auch SLM Solutions zu spüren. Der Druckerhersteller gibt weniger Aktien aus – und auch preislich hält man sich zurück.

3D-Drucker auf der Computermesse Cebit: Mit der Technologie lassen sich beliebige dreidimensionale Bauteile oder Formen herstellen. dpa

3D-Drucker auf der Computermesse Cebit: Mit der Technologie lassen sich beliebige dreidimensionale Bauteile oder Formen herstellen.

FrankfurtDer erste echte Börsengang in Deutschland in diesem Jahr fällt kleiner aus als geplant. Der Lübecker 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions teilte nur zehn Millionen statt der geplanten bis zu 11,2 Millionen Aktien zu. Der Preis liegt mit 18 Euro am unteren Ende der bis 23 Euro reichenden Preisspanne, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

SLM fließen fließen aus dem Börsengang wie geplant 75 Millionen Euro zu. Etwa ein Drittel davon haben die Lübecker für den Zukauf eines Metallpulver-Herstellers reserviert, der Rest ist unter anderem für den Ausbau des Vertriebs eingeplant. Nur die Altaktionäre – der zur niederländischen ING Bank gehörende Finanzinvestor DPE Deutsche Private Equity und SLM-Solutions-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Ihde – verkaufen weniger Aktien als geplant. Dennoch steigt die bisher mit 57 Prozent beteiligte DPE weitgehend aus. 55,6 Prozent der SLM-Anteile sind nach dem Börsengang im Streubesitz. Die Firma wird zum Emissionspreis mit 324 Millionen Euro bewertet.

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Das Kapitalmarktumfeld für die 3D-Druck-Technologie hatte sich zuletzt verfinstert. Die börsennotierten Aktien des schwedischen Konkurrenten Arcam, mit dem sich SLM am liebsten vergleicht, haben im vergangenen Monat 30 Prozent des Wertes verloren. Der SLM-Börsengang hat damit ein Volumen von 180 Millionen Euro, wenn auch die Platzierungsreserve verkauft wird.

Mit 3D-Druckern lassen sich beliebige dreidimensionale Bauteile oder Formen herstellen, die bisher nur gefräst oder gegossen werden konnten – von Zahnkronen bis hin zu Einspritzdüsen für Flugzeug-Triebwerke. Bei dem von SLM verwendeten Druck-Verfahren wird Metallpulver mit Hilfe von Laserstrahlen geschmolzen. Große Maschinen- und Anlagenbauer hatten den Trend lange verpasst. Zahlreiche kleine Unternehmen aus der Branche wie die bayerische Voxeljet sind, zum Teil mit sehr hohen Bewertungen, an die Börse gegangen – die meisten in den USA.

Von

rtr

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