Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.01.2007

11:39 Uhr

Aktie am Mittwoch unter Druck

Wenig Chancen für Dax-Aufstieg von Beiersdorf

Einen baldigen Aufstieg des Kosmetikherstellers Beiersdorf in den Dax halten Index-Experten auch nach der Börsenplatzierung der Anteile der Stadt Hamburg für unwahrscheinlich.

HB FRANKFURT. „Beiersdorf müsste den Börsenumsatz mindestens verdoppeln, um überhaupt eine Chance zu haben“, sagte Aktienstrategin Anke Platzek von der Landesbank Baden-Württemberg am Mittwoch. Auch bei der Marktkapitalisierung - dem wichtigsten Aufnahme-Kriterium für den 30 Werte umfassenden Leitindex - genüge Beiersdorf den Anforderungen weiter nicht, ergänzte HVB-Experte Christian Stocker.

Die zehn Prozent des Beiersdorf-Grundkapitals, die die Deutsche Bank für die Stadt Hamburg platziert, erhöhen nach Angaben von Beiersdorf den Streubesitz auf knapp 32 Prozent. Die Marktkapitalisierung steige entsprechend um rund 1,2 Mrd. Euro auf 3,85 Mrd. Euro. Damit bleibt sie den Experten zufolge deutlich niedriger als die anderer Aufstiegskandidaten wie zum Beispiel der Depfa Bank, des Stahlkonzerns Salzgitter oder dem Pharmakonzerns Merck.

Die Deutsche Bank hatte am Dienstagabend mitgeteilt, im Auftrag der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung mbH zehn Prozent des Beiersdorf-Grundkapitals zu platzieren. Die 25,2 Mill. Aktien würden zwischen je 48 und 50 Euro angeboten. Nach Einschätzung des Geldhauses erhöhten sich damit die Chancen für den Nivea-Hersteller auf einen Dax-Aufstieg. Am Mittwochvormittag lagen die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Beiersdorf-Aktien in einem freundlichen Marktumfeld 3,2 Prozent im Minus bei 48,25 Euro.

Für eine Aufnahme in den Dax muss der Kandidat bei der sich aus Kurs und der Anzahl der Aktien im Streubesitz (Free Float) ergebenden Marktkapitalisierung sowie dem Börsenumsatz zu den 35 Besten zählen. Die nächste Änderung im deutschen Leitindex erwarten Indexexperten für Sommer, wenn Altana den Erlös aus dem Verkauf seiner Pharmasparte als Sonderdividende ausgezahlt hat. Diese Ausschüttung werde Altanas Marktkapitalisierung so drücken, dass sie den Dax-Kriterien nicht mehr entspricht. In Folge werde der Chemiekonzern in den MDax absteigen. HVB-Indexexperte Stocker räumt dann der Depfa-Bank die größten Aufstiegschancen ein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×