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16.07.2014

10:10 Uhr

Aktie bricht ein

Homag-Übernahme belastet Dürr-Aktie

Dürr wollte mit der Übernahmen des Holz-Maschinenbauers Homag seine Angebotspalette erweitern, nun schlägt das Pendel in die andere Richtung: Der Autozulieferer bangt um seine Aktie, die Anleger sind irritiert.

Mitarbeiter an einem Lackierroboter von Dürr: Das Unternehmen gerät durch die Übernahme des Holz-Maschinenbauers Homag an der Börse in Probleme. dpa

Mitarbeiter an einem Lackierroboter von Dürr: Das Unternehmen gerät durch die Übernahme des Holz-Maschinenbauers Homag an der Börse in Probleme.

Frankfurt am Main Die Übernahme des Holzmaschinenbauers Homag hat Dürr am Mittwoch erneut ins Minus gedrückt. Die Aktien des Spezialisten für Auto-Lackieranlagen fielen um 5,9 Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 57,88 Euro, nachdem sie am Vortag bereits 3,1 Prozent eingebüßt hatten.

Anleger seien irritiert, dass Dürr eine derart große Akquisition außerhalb des Kerngeschäftes tätige, schrieb Berenberg-Analyst Benjamin Glaeser in einem Kommentar. Seinem Kollegen Jasko Terzic von der DZ Bank zufolge sollte dieser Aspekt nicht überbewertet werden. „Dürr besitzt Erfahrung im Bereich Automatisierung außerhalb der Automobilindustrie beziehungsweise Lackierereien. Daher sind wir zuversichtlich, dass das Dürr-Management über ausreichend Erfahrung verfügt, die Homag-Gruppe reibungslos zu integrieren.“ Terzic zufolge ist die Übernahme direkt gewinnsteigernd, da Dürr eine profitable Firma erwerbe.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Homag notierten am Mittwoch bei 26,82 Euro. Dürr bietet den Eignern des Maschinenbauers 26,35 Euro je Aktie und will die Offerte nicht nachbessern. Der Autozulieferer hat sich über einen Aktionärspool bereits mehr als 75 Prozent der Stimmrechte gesichert und hat damit das Sagen bei Homag.

Von

rtr

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