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22.03.2004

08:35 Uhr

Aktie des chilenischen Konzerns steigt in den Leitindex der Londoner Börse auf – Analysten sehen weiteres Potenzial

Antofagasta profitiert von Kupfer-Hausse

VonAnne Grüttner

Der Preis für Kupfer notiert zurzeit auf einem 8-Jahres-Hoch. Und die Aktie des in London gelisteten Kupferunternehmens Antofagasta aus der chilenischen Luksic-Gruppe gilt als eine der direktesten Wege, um auf den Kupferpreis zu spekulieren.

BUENOS AIRES. Das Unternehmen hat drei Kupferminen in Chile und hält weitere Beteiligungen in Peru und Bolivien. 2002 kamen 92 % der Einnahmen aus dem roten Metall. Der Rest stammt aus Transportdienstleistungen, vor allem einer Eisenbahnlinie von der größten Mine Los Pelambres in die Hafenstadt Antofagasta, nach der das Unternehmen benannt ist.

Anfang März gab Antofagasta einen Anstieg des Nettogewinnes um 87 % für 2003 bekannt. Die Aktie verdoppelte ihren Wert seit Anfang des Jahres und wurde vergangene Woche in den illustren Kreis des FTSE 100 aufgenommen.

Analysten bemängeln allerdings die familiäre Struktur des Unternehmens. 65 % des Kapitals liegt in Händen des Firmengründers Andronico Luksic, dem reichsten Mann Chiles. Für Missfallen sorgt die Abhängigkeit des Aufsichtsrates. Bei der Luksic-Familie stoßen die Bedenken aber auf taube Ohren: „Die Mehrheit unserer Investoren ist mit dem Aufsichtsrat und der Firmenstruktur einverstanden“, erklärte jüngst der jüngste Sohn des Firmengründers, Antofagastas Vizevorsitzender Jean Paul Luksic. „Wir würden den Anteil auf 51 % senken, aber das macht nur Sinn wenn wir eine interessante Investitionsmöglichkeit sehen, für die wir Finanzierung brauchen.“ Derzeit sucht die als extrem konservativ geltende Gruppe nach Expansionsmöglichkeiten außerhalb Südamerikas.

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