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06.11.2013

15:48 Uhr

Aktie im Auftrieb

Hochstimmung bei Henkel

Quelle:Börse am Sonntag

Die Aktie des Düsseldorfer Konsumgüterkonzerns Henkel feiert ein neues Rekordhoch. Das bisherige Allzeithoch hatte nur fünf Monate Bestand. Nun strebt die Aktie des Weltkonzerns weitere Höhenflüge an.

Die Aktie des Düsseldorfer Unternehmens Henkel hat langfristig die 100-Euro-Marke im Visier. dpa

Die Aktie des Düsseldorfer Unternehmens Henkel hat langfristig die 100-Euro-Marke im Visier.

MünchenDass der Kurs der Henkel-Aktie kein Produkt einer substanzlosen Seifenblase ist, hat sich über Jahre hinweg eindrucksvoll bewiesen. Wer im März 2009, während des Finanzkrisen-Tiefs, sein Geld in Henkel-Aktien investiert hat, dem kann man heute nur gratulieren. Es gibt nicht viele Papiere im Dax, die seither eine ähnliche Erfolgsstory schreiben. Dümpelte die Henkel-Stammaktie damals noch zwischen einem Kurs von 15 bis 20 herum, kratzt sie heute an der 70er Marke.

Besonders konservative Anleger freuen sich zudem über stetig steigende Dividenden. Erhielt man 2009 beispielsweise noch 0,51 Euro Dividende, waren es vergangenes Jahr satte 0,93 Euro. Allerdings ist die Henkel-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell 17,37 bei weitem kein Schnäppchen mehr. Dennoch könnte sich ein Einstieg für Aktionäre nach wie vor lohnen.

Zum einen gehen Analysten, wie Iain Simpson von Barclays Capital, von einer Anhebung der Jahresprognose nach Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal aus, zum anderen dürfte Henkel im lukrativen Klebergeschäft dank Kostensenkungen und Verbesserungen schon bald höhere Margen erzielten. Auch Analyst Alex Howson sieht weiterhin Potential fürs Henkel-Papier. Ihm erscheinen die langfristigen Wachstumsaussichten des wichtigen Adhesives-Geschäfts unterbewertet. Außerdem merkt er an, dass sobald sich die zyklischen Märkte wieder aufhellen, die Klebersparte, welche für die Hälfte des Umsatzes sorgt, wieder an Fahrt aufnimmt.

Langfristig aber wird der Wachstumserfolg der Düsseldorfer wohl stark von der Eroberung und Penetrierung des aufstrebenden asiatischen Marktes abhängen. Um den neuen Anforderungen besser gerecht zu werden, müsse die Belegschaft flexibler, schneller und internationaler werden, schrieb der Vorstandsvorsitzende von Henkel, Kasper Rorsted, kürzlich in einem Gastbeitrag für die Huffington Post.

Schon jetzt arbeiten daher alleine am Düsseldorfer Stammsitz bereits Menschen aus 50 verschiedenen Nationen. Allerdings scheint sich die Suche nach qualifizierten Fachkräften für die China-Zentralen des Konsumgüterkonzerns als Problem darzustellen, was vor allem daran liegt, dass die dortigen Universitäten nicht auf deutschem Niveau sind. Doch nicht nur in Asien, sondern auch in Osteuropa ist Henkel um Investitionen in die Zukunft bemüht.

So steckte der Düsseldorfer Weltkonzern jüngst zwölf Millionen Euro in sein Wiener Werk, von dem aus das komplette Osteuropageschäft mit mehr als 9200 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro gelenkt wird. „Wir investieren jedes Jahr circa zehn Millionen Euro am Standort und setzen auf moderne Hochleistungsanlagen. Wien profitiert aber vor allem vom großen technischen Know-how seiner Mitarbeiter“, sagt Wolfgang Weber, Leiter Produktionssteuerung Core Central Eastern Europe.

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