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09.01.2009

09:54 Uhr

Aktie im Fokus

Allianz: Der „Albtraum“ hat ein Ende

Weil der Staat bei der Commerzbank einsteigt, kann die Allianz bald einen Schlussstrich unter die Zeit mit der Dresdner Bank ziehen. Das freut vor allem die Aktionäre des Versicherers. Ihr „Albtraum“ scheint endlich ein Ende zu haben.

Allianz-Aktien führen die Dax-Gewinnerliste an. Foto: dpa Quelle: dpa

Allianz-Aktien führen die Dax-Gewinnerliste an. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Aktionäre der Allianz zählen zu den Profiteuren des Staatseinstiegs bei der Commerzbank. Die Titel des Versicherers kletterten um rund sieben Prozent auf 71,50 Euro und waren damit Spitzenreiter im Dax.

Händler werteten positiv, dass durch die staatliche Kapitalspritze an die Commerzbank die Übernahme der Dresdner Bank gesichert ist. "Der Albtraum Dresdner Bank scheint für die Allianz nun endgültig ein Ende zu haben", sagte ein Händler. Auch Analyst Andreas Weese von der UniCredit hob diesen Aspekt positiv hervor. Er beließ die Einschätzung auf "Buy" mit einem Kursziel von 128 Euro. Allerdings blieben einige Unsicherheiten über die Höhe möglicher Abschreibungen auf den Allianz-Anteil an der Commerzbank. Die Allianz wird künftig 13,86 Prozent an der neuen Bank halten.

Die DZ Bank hielt ebenfalls an ihrer Kaufempfehlung fest. Dass die Allianz nun doch auf "toxischen" Papieren der Dresdner Bank sitzen bleibe und frisches Geld in Form einer stillen Einlage nachschießen muss, sei zwar eindeutig negativ. "Das Risiko scheint aber überschaubar", schrieb Anlayst Thorsten Wenzel. Zudem sei dies mit dem Kursverlust der vergangenen Tage seiner Einschätzung nach mehr als eingepreist.

Auch weitere Analysten äußerten sich positiv zur Allianz-Aktie. Unter anderem raten sowohl die UBS als auch Merrill Lynch und die Deutsche Bank zum Kauf. Die Finanzkraft der Allianz und die Bewertung der Aktie könne sowohl die stille Einlage für die neue Commerzbank als auch die Übernahme fauler Papiere der Dresdner Bank in Milliardenhöhe gut verkraften, schrieben beispielsweise die Merrill-Analysten. Die Experten der Deutschen Bank hätten zwar einen Verkauf der Dresdner Bank zu den ursprünglich ausgehandelten Konditionen vorgezogen. Allerdings biete sich Anlegern ein attraktiver Einstiegspunkt in eine nun klarere Investment-Story.


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