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20.08.2014

08:27 Uhr

Aktie im Fokus

Apple-Aktie springt auf Allzeithoch

Das neue iPhone von Apple könnte im nächsten Monat vorgestellt werden. Branchenbeobachter rechnen mit Rekordverkäufen. Die Aktie springt auf ein neues Allzeithoch. Analysten sehen noch Luft nach oben.

Weltbekanntes Logo: Das neue iPhone von Apple könnte zum Kassenschlager werden. AFP

Weltbekanntes Logo: Das neue iPhone von Apple könnte zum Kassenschlager werden.

Die Hatz nach Informationen zu den neuen Apple-Smartphones läuft auf Hochtouren. Am neunten September, so der letzte Stand der Medienberichte auf Basis „informierter Kreise“, soll Apple das neue iPhone präsentieren. Die drei Vorgängermodelle erschienen ebenfalls im September. Je näher der mögliche Termin rückt, desto mehr Gerüchte schießen ins Kraut.

Der aktuelle Stand in Kürze: Ziemlich wahrscheinlich dürfte sein, dass das neue iPhone 6 in zwei Varianten und mit deutlich größerem Display erscheint. Laut einem thailändischen Medienbericht, der sich auf einen Import-Antrag bei der „National Broadcasting and Telecommunications Commission“ beruft, könnten die Displays 4,7-Zoll und 5,5-Zoll groß sein. Der Name könnte iPhone 6L lauten. Apple kommentiert solche Meldungen grundsätzlich nicht, der Hype um jedes neue Gerät ist Teil der Marketingstrategie Apples.

Nicht nur Technik-Fans verfolgen die Berichterstattung zur neuen iPhone-Generation mit Argusaugen. Auch Geldanleger studieren aktuell jede Nachricht. Denn das iPhone ist die Cash Cow des Unternehmens. Knapp hundert Milliarden Dollar Umsatz machte das Unternehmen im ersten Quartal mit dem iPhone. Zum Vergleich: Das iPad schaffte nicht mal 40 Millionen Euro.

Investoren gieren deshalb nach guten Nachrichten zum neuen iPhone, und die könnten bald auch den Aktienkurs treiben. Das neue Modell könnte das Zeug zu einem Kassenschlager haben. 70 bis 80 Millionen iPhones der neuen Generation – deutlich mehr als bei bisherigen Marktstarts – soll Apple laut „Wall Street Journal“ zum Marktstart bereits bestellt haben.

Der Aktienkurs ging gestern schon mal steil. Erstmals seit zwei Jahren kostete die Aktie des Tech-Konzerns am Dienstag wieder mehr als 100 Dollar. Das Papier schloss mit 100,53 Dollar - nie ging es zu einem höherem Kurs aus dem Handel. Mit einem Börsenwert von etwa 600 Milliarden Dollar ist Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Die Geräte kommen meist zehn Tage bis einige Wochen nach der Präsentation in den Handel. Schon im vierten Quartal könnte das iPhone – ein erfolgreicher Verkaufsstart vorausgesetzt – dann schon Umsatz und Gewinn von Apple steigen lassen. Die Aktie würde mit dem nötigen Rückenwind des Smartphones für Anleger noch attraktiver.

Das Iphone 6 könnte ein richtiger Blockbuster werden, befindet Amit Daryanani Analyst bei RBC Capital Markets. „Die meisten Angaben aus der Lieferkette lassen erwarten, dass Apple die Marke von 70 bis 80 Millionen iPhone 6 in beiden Varianten überschreitet“, sagt Daryani. Im vergangenen Jahr lag die Zahl noch bei 50 bis 60 Millionen.

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