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23.04.2014

12:43 Uhr

Aktie im Fokus

Apple, zu teuer für den Markt

Experten rechnen mit stagnierenden Quartalszahlen bei Apple. Der Konzern kann den wachsenden Smartphone-Markt nicht mehr so leicht bedienen. Zugleich glauben Investoren, dass Apple immer mehr eigene Aktien zurückkauft.

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New YorkApple hat es eilig, seine Aktien zurückzukaufen. Das Tempo der Transaktionen erhöht nach Einschätzung von Analysten die Wahrscheinlichkeit, dass der iPhone-Hersteller wieder an die Anleihemärkte zurückkehren wird - um eine weitere Kaufrunde eigener Titel zu finanzieren.

Nachdem bereits bis zu 83 Prozent der 60 Milliarden Dollar an Rückkäufen abgeschlossen wurden, zu denen Apple vor einem Jahr ermächtigt worden war, erwarten die Investoren bei der Vorlage von Quartalszahlen am Mittwoch, dass ein Aktienrückerwerb im Umfang von weiteren 30 Milliarden Dollar gebilligt wird. Der IT-Hersteller kauft immer wieder eigene Aktien, so zuletzt rund 14 Milliarden Anfang 2014. Der Grund: Apple hält sich selbst für überbewertet.

Die wichtigsten Akteure bei Apple

Tim Cook

Apple-Gründer Steve Jobs holte den Computermanager Tim Cook 1998 zu Apple und vertraute ihm die Führung des operativen Geschäfts an. Der Südstaatler mit der weichen Stimme ordnete die Produktions- und Vertriebskette radikal neu und machte Apple zu einer effizienten Geldmaschine, die Jobs’ kühne Visionen umsetzen kann. Im August 2011 übernahm der heute 51-jährige Cook permanent die Konzernführung. Er setzte eigene Akzente: Apple ist merklich offener in der Kommunikation geworden, auch was die Arbeitsbedingungen bei seinen chinesischen Zulieferern angeht. Ein revolutionäres Produkt wie das iPhone hat er bislang aber nicht vorstellen können.

Jony Ive

Der britische Designer Jonathan „Jony“ Ive stieß schon Anfang der 90er-Jahre zu Apple. Doch erst als Jobs 1997 wieder die Führung übernahm, blühte Ive voll auf. Seine Abteilung bekam größere Räume in einem Hochsicherheitstrakt des Hauptquartiers und die Lizenz zum Experimentieren. Aus Ives Labor stammen Innovationen wie die aktuellen Notebooks aus einem Stück Aluminium sowie das schlichte Design von iPhone, iPad und Mac. Viele Beobachter sehen am ehesten Ive als Jobs-Nachfolger, was die Zukunftsvisionen angeht. In seiner aktuellen Rolle als Verantwortlicher für das Design von Geräten wie auch der Software kommt er dieser Führungsrolle nahe.

Eddy Cue

Der Manager ist „Feuerwehrmann“ für brenzlige Angelegenheiten. Der Chef der iTunes-Plattform musste bereits den schlecht gestarteten Speicherdienst MobileMe retten – und machte die funktionierende iCloud daraus. Er soll auch die misslungenen Apple-Karten fit machen und den oft kritisierten persönlichen Assistenten Siri verbessern. Schon 2011 bekam Cue die Führung des gesamten Bereichs Internet-Software und Dienste übertragen. Damit ist er Chef über den iTunes Store, den App Store und den Büchershop iBooks. Mit dem Online-Speicher iCloud zeichnet er für einen Schlüsselbereich für die Zukunft von Apple verantwortlich.

Phil Schiller

Der „Senior Vice President“ für Marketing übernimmt stets die Präsentation der neuen Geräte – vom iPhone 5 bis zum iPad mini. Alle neuen erfolgreichen Produkte von Apple sind unter Schillers Regie vermarktet worden. Firmenchef Tim Cook tritt bei Produktvorstellungen meist in den Hintergrund und überlässt die Präsentation Schiller.

Nach Einschätzung von Analyst Anil Doradla von William Blair & Co. in Chicago dürfte sich der Technologiekonzern die niedrigen Finanzierungskosten auch dieses Mal zunutze machen und damit auf die Rekordemission im Wert von 17 Milliarden Dollar vom vergangenen April einen Zacken drauflegen.

Doch die Aktienrückkäufe haben bei Apple noch einen weiteren Grund: Der Konzern will Steuern sparen. Apple habe die meisten seiner 159 Milliarden Dollar an Barmitteln und börsengängigen Wertpapieren im Ausland, sagt Doralda. Durch das Anzapfen des Kapitalmarkts umgehe das kalifornische Unternehmen die Zahlung von Rückführungssteuern. „Die Barmittel, die sie Offshore zurückbringen, werden voll besteuert”, erklärte Doradla. „Ich würde erwarten, dass sie den Markt zu ihren Gunsten ausschöpfen.”

Kommentare (1)

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23.04.2014, 14:27 Uhr

Es muss nicht heißen zu teuer für den MARKT, sondern zu teuer für den KONSUMENTEN!
Das Appel Produkt muss billiger werden, wenn es in den weltweiten Absatzmärkten fuss fassen und wachsen will.

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