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27.10.2014

13:11 Uhr

Aktie im Fokus

BASF-Aktie am Dax-Ende

16 Prozent Verlust in drei Monaten: Kritische Analystenstudien drücken die Aktie des weltgrößten Chemiekonzerns BASF ans Ende des Deutschen Aktienindexes. Bislang ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Das Logo des Chemiekonzerns BASF auf dem Unternehmensgelände in Ludwigshafen: Quartalszahlen und Aktienkurs geben Grund zur Sorge. dpa

Das Logo des Chemiekonzerns BASF auf dem Unternehmensgelände in Ludwigshafen: Quartalszahlen und Aktienkurs geben Grund zur Sorge.

FrankfurtNach kritischen Analystenkommentaren haben BASF am Montag ihre Talfahrt fortgesetzt. Die Aktie des weltgrößten Chemiekonzerns verbilligte sich um bis zu 2,4 Prozent auf 67,10 Euro und hielt damit die rote Laterne im Dax. Bereits am Freitag hatte ein trüber Ausblick der Ludwigshafener die Stimmung der Anleger verhagelt und den Titel um 3,2 Prozent ins Minus gedrückt. In den vergangenen drei Monaten haben die BASF-Papiere mehr als 16 Prozent an Wert verloren, während der Leitindex um acht Prozent nachgab.

Die Citigroup senkte das Kursziel für die BASF-Aktie in Reaktion auf die Bilanz auf 75 von 82 Euro und bestätigte den Titel mit „Neutral“. Die Analysten begründeten den Schritt mit dem schwachen Ausblick des Unternehmens für das Öl- und Gasgeschäft. Angesichts des niedrigeren Ölpreises, der sich auf die Geschäfte der Öl- und Gastochter Wintershall auswirkt, senkten sie zudem ihre Schätzungen für 2014 und 2015.

Die größten Chemiekonzerne der Welt

Platz 10

PPG Industries (USA)
Mit 15,33 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet das US-Unternehmen mit Firmensitz in Pittsburgh (Pennsylvania) auf dem zehnten Platz der umsatzstärksten Chemieunternehmen weltweit.
Zu den Produktbereichen gehören Kunstglasprodukte, Kunstharze und Beschichtungswerkstoffe für Raumfahrt, Architektur und Industrie.

Quelle: Unternehmensangaben, Statista 2017 / Gesamtjahr 2016, jeweils letzte verfügbare Angaben

Platz 9

Linde (Deutschland)
Der deutsche Technologiekonzern mit dem Kerngeschäft um Gase und Prozess-Anlagen hat im letzten Jahr 17,83 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und erreicht so den neunten Platz im Unternehmensranking.

Platz 8

Air Liquide (Frankreich)
Auf Platz acht des aktuellen Rankings landet das führende, französische Unternehmen bei Gasen für Industrie, Medizin und Umweltschutz. 19,08 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in 2016 machen dies möglich. Mit Linde und Praxair zählt Air Liquide zu den drei größten Industriegasherstellern der Welt.

Platz 7

Henkel (Deutschland)
Der Düsseldorfer Konzern gliedert sich in drei Unternehmensbereiche: Wasch-/Reinigungsmitte, Schönheitspflege und die Klebstoffe und fuhr 2016 einen Jahresumsatz von 19,69 Milliarden US-Dollar ein. In naher Zukunft möchte der Siebtplatzierte sowohl die US-Firma Darex Packaging Technologies für mehr als 1,05 Milliarden US-Dollar übernehmen als auch den mexikanischen Anbieter von Friseurprodukten Nattura Laboratorios aufkaufen. Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern will so vor allem das eigene Friseurgeschäft in Mexiko und den USA ausbauen.

Platz 6

DuPont (USA)
24,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und Platz sechs für den Konzern für Chemie, Materialien und Energie. Im Dezember 2015 gaben DuPont und der Konkurrent Dow Chemical bekannt, dass sie fusionieren wollen. Danach soll das Gemeinschaftsunternehmen in drei börsennotierte Unternehmen für Agrarchemikalien, Spezialchemikalien und Kunststoffe aufgespalten werden.

Platz 5

Lyondell Basell (USA)
Im Mittelfeld des Rankings und mit 29,18 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz landet Lyondell Basell. Der weltweit größte Produzent von Polyolefinen und Katalysatoren betreibt zudem Erdölraffinerien und produziert Treibstoffzusätze wie MTBE.

Platz 4

Saudi Basic Industries (Saudi-Arabien)
Unverändert auf dem vierten Platz befindet sich der saudi-arabischer Chemie- und Metall-Konzern Saudi Basic Industries. Mit 39,5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz reichte es für Metallkonzern nicht für den Sprung unter die Top-3-Chemiekonzerne. Neben Grundchemikalien wie Methanol und Ethanol stellt das Unternehmen aus dem Nahen Osten auch Düngemittel her.

Platz 3

Dow Chemical (USA)
Mit 48,16 Milliarden US-Dollar Umsatz fiel der zukünftige Fusionspartner von DuPont um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Die Hauptgeschäftsbereiche des US-Unternehmens aus Midland (Michigan) erstrecken sich auf die Kunststoffherstellung, Vorprodukte für die Wasseraufbereitung, Klebstoffe, Insektiziden, Saatgut und die Herstellung von Grundstoffen wie Chlor und Natronlauge.

Platz 2

Bayer (Deutschland)
Der zweitplatzierte deutsche Konzern (49,2 Milliarden US-Dollar Umsatz 2016) mit Schwerpunkt auf der chemischen und pharmazeutische Industrie plant eine Megafusion mit Monsanto. Damit möchte das Unternehmen seine Agrarchemie-Sparte um genverändertes Saatgut erweitern. Um diese umstrittene Fusion unter Dach und Fach zu bringen, sollen Bayer und Monsanto bereit sein, Firmenteile für 2,5 Milliarden Dollar zu verkaufen.

Platz 1

BASF (Deutschland)
Unveränderter Spitzenreiter mit 60,54 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz: BASF. Der nach Umsatz und Marktkapitalisierung weltweit größte Konzern, mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein, wird sich angesichts der Megafusionen in der Branche künftig neu positionieren müssen. Dabei würde aber, laut Unternehmensführung, mehr Wert auf die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Geschäftsfelder, als an Größe an sich gelegt werden.

Ähnlich skeptisch äußerten sich die Experten von JPMorgan. Sie nahmen das Kursziel auf 61 von 67 Euro zurück und stuften die Aktie mit „Underweight“ ein. Credit Suisse nannte ein Ziel von 65 Euro nach zuvor 68,5 Euro, das Rating lautete „Underperform“.

Von

rtr

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