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05.12.2014

12:55 Uhr

Aktie im Fokus

Bilanzgerüchte lassen Bankia-Aktie abstürzen

Die Bilanz der spanischen Bank Bankia soll immer noch fehlerhaft sein – das ergab ein Untersuchungsbericht des höchsten spanischen Gerichts. In der Bilanz soll ein bisher unentdeckter Verlust in Milliardenhöhe sein.

Bankia-Zentrale in Madrid. Die verstaatlichte Bank hat wohl noch ein Loch in der Bilanz – Anleger trennen sich von der Aktie. AFP

Bankia-Zentrale in Madrid. Die verstaatlichte Bank hat wohl noch ein Loch in der Bilanz – Anleger trennen sich von der Aktie.

FrankfurtSpekulationen auf weitere Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen haben Bankia am Freitag auf Talfahrt geschickt. Die Aktien des spanischen Geldhauses fielen gegen den Trend und bei überdurchschnittlichen Umsätzen um bis zu 4,6 Prozent auf 1,27 Euro.

Einem am Vorabend veröffentlichten Untersuchungsbericht des höchsten spanischen Gerichts ist die Bilanz der Bank für 2011 - dem Jahr ihres Börsengangs - immer noch fehlerhaft. Die im Rahmen der Neuberechnung ausgewiesene Verlust sei wohl 1,2 Milliarden Euro zu niedrig angesetzt. Grund hierfür sei die fehlerhafte Einstufung fauler Kredite. Der Bericht ist Teil der Ermittlungen, das Verfahren wurde bislang nicht eröffnet.

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Bankia musste 2012 gerettet werden und gehört derzeit zu 61 Prozent dem Staat. Rund die Hälfte des 41 Milliarden Euro schweren europäischen Hilfspakets für den spanischen Bankensektor steckte die Regierung in Madrid in das marode Geldinstitut. Die Mitte 2012 unter Führung eines neuen Managements neu berechnete Bilanz wies für 2011 einen Verlust von drei Milliarden Euro statt eines Gewinns von 309 Millionen Euro aus.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.12.2014, 13:35 Uhr

Wie viele andere machte auch meine Wenigkeit schon vor etlichen Jahren öffentlich, daß im spanischen Banksystem an die 900 Mrd. Euro fehlten.

Durch Ausnutzung der in vielen Ländern im Gefolge der 08-Krise eingeführten Bilanzerleichterungen, schlichtem Bilanzbetrug, Unterlassung nötiger Abschreibung und anderen Tricks gelang es (nicht allein) spanischen Banken, dem tiefen Fall in die Insolvenz zu entgehen.

Nun scheint es einigen Verantwortlichen an der zeit, ein Zipfelchen der Wahrheit zu lüften.
Es ist längst noch nicht alles.
Der Euro wird die Wahrheit auch in diesem Falle kaum überleben können - trotz aller Verschleierungsmühen.

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