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17.12.2015

14:55 Uhr

Aktie im Fokus

Dank Verlusten auf's Drei-Jahres-Hoch

Wenn weniger rote Zahlen gute Nachrichten sind: Der Designspezialist Bang und Olufsen hat auch im dritten Quartal einen Millionenverlust verbucht. Allerdings weniger, als Börsianer erwartet hätten – die Aktie steigt.

Bereits im Januar 2015 hatte Bang & Olufsen seine Automotive-Sparte verkauft. Stattdessen sollen neue Produkte, etwa die Kopfhörer der Play-Serie, neue Kunden ansprechen. imago

Auf zu neuer Kundschaft

Bereits im Januar 2015 hatte Bang & Olufsen seine Automotive-Sparte verkauft. Stattdessen sollen neue Produkte, etwa die Kopfhörer der Play-Serie, neue Kunden ansprechen.

FrankfurtEin Rückgang des operativen Verlusts hat Bang & Olufsen am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Aktien des dänischen Herstellers von hochpreisigen Fernsehern und Hifi-Anlagen stiegen an der Börse Kopenhagen um bis zu 13 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 82,50 Dänischen Kronen. Am frühen Nachmittag notierte das Papier noch immer deutlich im Plus, bei 80,50 Kronen.

Das für das exklusive Design seiner Produkte bekannte Unternehmen verringerte das Minus im abgelaufenen Quartal von 155 Millionen Kronen (20,8 Millionen Euro) auf 31 Millionen Kronen (4,2 Millionen Euro). Den Analysten der schwedischen Nordea Bank zufolge deutet die vorzeitige Veröffentlichung der Zwischenbilanz darauf hin, dass eine Übernahme des Unternehmens näher rücke. Ende November hatte Bang & Olufsen bekanntgegeben, dass mehrere Interessenten angeklopft hätten. Seither haben die Papiere um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Mit dem Kurs von knapp 80 Kronen könnte die Aktie sogar noch unterbewertet sein. So gaben die Experten der Danske Bank nach Bekanntwerden des feindlichen Interesses ein Kursziel von 90 Kronen aus. Noch teurer taxieren sie einen möglichen Kaufpreis ein. So müsste ein Käufer wohl um die 100 Kronen pro Aktie berappen, um das 90 Jahre alte Unternehmen zu übernehmen. Damit läge der Gesamtpreis bei 4,3 Milliarden Kronen – umgerechnet knapp 580 Millionen Euro.

Bereits im Januar hatte das amerikanische Unternehmen Harman die Automotive-Sparte von Bang & Olufsen für 145 Millionen Euro übernommen. Die auf Autos spezialisierte Bereich stellt Audioanlagen für unter anderem Audi, BMW oder Aston Martin her.

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