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12.04.2011

15:08 Uhr

DüsseldorfDie Titel des Darmstädter Konzerns verteuerten sich in einem schwächeren Gesamtmarkt um zwei Prozent auf 65,53 Euro. Von ihrem 52-Wochen-Hoch ist die Aktie allerdings noch weit entfernt. Im September 2010 notierte sie bei 72,53 Euro, fiel dann aber im November auf 57,10 Euro zurück.

Der Grund für das heutige Kursplus sind Analystenkommentare. Nach Bekanntgabe der Restrukturierungspläne in der vorigen Woche und einer Analystenkonferenz mit den neuen Pharmachef Stefan Oschmann äußerten sich mehrere Experten positiv und bekräftigten ihre Kaufempfehlungen.

Die Credit Suisse beispielsweise hat die Einstufung für Merck nach einem Treffen mit einem Konzernmanager auf "Outperform" belassen. Das Kursziel ist weiterhin 74 Euro. Der optimistische Ton des neuen Pharmachefs und seine Bewertung der Probleme und Chancen hätten sie beeindruckt, schrieb Analystin Luisa Hector in einer Studie. Mittelfristig sei das Kostenmanagement im Pharmageschäft der Schlüssel zu ihrer positiven Einschätzung für die Aktie des Pharma- und Chemiekonzerns, so die Expertin.

Auch die Analysten der Unicredit äußerten sich wohlwollend über die Präsentation Oschmanns. Investoren und Analysten seien sich nun einig, dass sich die Bewertung des Portfolios verbessern werde. Die neue Sichtweise dürfte sich in den kommenden Wochen beim Aktienpreis bemerkbar machen. Die Unicredit-Analysten bekräftigten ihre Kaufempfehlung und bescheinigten den Papieren ein Aufwärtspotenzial von 35 Prozent in den kommenden zwölf Monaten.

Allerdings reichten die Restrukturierungspläne nicht bei allen Analysten für eine Kaufempfehlung: Merrill Lynch beließ Merck nach dem Analystentreffen mit Oschmann auf "Underperform" mit einem Kursziel von 65 Euro. Analyst Sachin Jain zeigte sich in einer aktuellen Studie zwar beeindruckt und rechnet mit deutlichen Veränderungen in der Pharmasparte. Doch habe Oschmann die Schwächen sowie das vorhandene Potenzial klar aufgezeigt. Allerdings dürfte es einige Monate dauern, bis eine neue Strategie implementiert sei. Wegen der daher noch schlecht vorhersagbaren weiteren Entwicklung bleibe er vorerst bei seinem "Underperform"-Votum.

Ähnlich argumentiert Cornelia Thomas von der WestLB. Der neue Pharmachef habe zwar gute Ideen präsentiert, deren Umsetzung werde aber Zeit brauchen. Entsprechend bleibt die WestLB bei ihrer Verkaufsempfehlung und ihrem Kursziel von 59,50 Euro.

Mit dpa-afx/Reuters

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