Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2015

13:09 Uhr

Aktie im Fokus

Fraport-Deal in Griechenland steht in Frage

VonNiklas Dopheide

Für 800 Millionen Euro hat sich Fraport die Betreiberrechte für Flughäfen in Griechenland gesichert. Doch die neue Regierung des Landes könnte den Deal platzen lassen. Die Aktie reagiert, die Netzgemeinde diskutiert.

Auch der Regionalflughafen der griechischen Insel soll an den Betreiber Fraport gehen. Auch die bei Touristen beliebten Inseln Rhodos und Kreta sind teil des Deals. dpa

Altstadt von Korfu

Auch der Regionalflughafen der griechischen Insel soll an den Betreiber Fraport gehen. Auch die bei Touristen beliebten Inseln Rhodos und Kreta sind teil des Deals.

FrankfurtDie neue griechische Regierung schießt nicht nur aus Sicht der Bundesregierung quer. Der von Tsipras verordnete Privatisierungsstopp der Vermögenswerte im Land könnte jetzt auch den Flughafenbetreiber Fraport treffen. Fraport verwaltet unter anderem den Frankfurter Flughafen.

Am Sonntag machte eine Meldung die Runde, dass die griechische Regierung einen Deal zwischen dem griechischen Flughafenbetreiber Copelouzos Group und Fraport über den Kauf von 14 Regionalflughäfen nochmals prüfen wolle. Es handelt sich unter anderem um die Flughäfen in Thessaloniki, auf Kreta, Korfu und Rhodos, die bislang staatlich verwaltet wurden und nun für 1,23 Milliarden Euro auf private Betreiber hätten übergehen sollen. Den Vertrag hatten die Partner im vergangenen November ausgehandelt.

Aktienkultur in Deutschland

Aktienbesitz

Menschen mit Aktieninvestments im Jahr 2014: 8,4 Millionen

Vorjahr: 8,9 Millionen

Anteil der Bevölkerung über 14 Jahren im Jahr 2014: 13,1 Prozent

Vorjahr: 13,8 Prozent

Investitionsarten

Wie die deutschen Aktionäre investiert sind:

4,3 Millionen Menschen besitzen nur Aktienfonds.

1,6 Millionen Menschen besitzen Aktien und Aktienfonds.

2,5 Millionen Menschen besitzen nur Aktien.

Langfristige Entwicklung

Seit 2001 haben rund 4,4 Millionen Menschen dem Aktienmarkt den Rücken gekehrt.

Aktionärsanzahl 2001: 12,8 Millionen

Aktionärsanzahl 2014: 8,4 Millionen

Aktienbesitz nach Altersgruppen

Das Interesse an Aktien hat in den vergangenen Jahren besonders bei den Jüngeren stark nachgelassen.

Anteil der Aktien- und Aktienfondsbesitzer nach Altersgruppen:

20-29 Jährige: 7,2 Prozent (2001: 17,5 Prozent)

30-39 Jährige: 12,1 Prozent (2001: 27,9 Prozent)

40-49 Jährige: 17,2 Prozent (2001: 25,5 Prozent)

50-59 Jährige: 17,1 Prozent (2001: 24,5 Prozent)

60-69 Jährige: 13,6 Prozent (2001: 14,4 Prozent)

Aktienbesitz nach Beruf

Anteil von Aktienbesitzer nach beruflicher Position:

Leitende Angestellte: 28,4 Prozent

Leitende Beamte: 30,1 Prozent

Selbstständige/Freie Berufe: 26,0 Prozent

Sonstige Beamte: 29,5 Prozent

Öffentlicher Dienst: 22,7 Prozent

Sonstige Angestellte: 14,8 Prozent

Rentner/Pensionäre: 12,3 Prozent

Studenten: 4,3 Prozent

Facharbeiter: 8,9 Prozent

Selbstständige Landwirte: 23,5 Prozent

Schüler: 1,9 Prozent

Sonstige Arbeiter: 4,2 Prozent

Auszubildende: 4,6 Prozent

Aktienbesitz nach Einkommen

Menschen mit höherem Einkommen, haben ein höhere Interesse an Aktien.

Anteil von Aktien und Aktienfondsbesitzern nach Nettohaushaltseinkommen:

750-1.250 Euro: 2,5 Prozent

1.250-2.000 Euro: 6,9 Prozent

2.000-3.000 Euro: 24,6 Prozent

3.000-4.000 Euro: 18,5 Prozent

Über 4.000 Euro: 34,3 Prozent

Aktienbesitz nach Bundesländern

Alte Bundesländer: 13,8 Prozent besitzen Aktieninvestments

Neue Bundesländer: 10,3 Prozent besitzen Aktieninvestments

Gesamt: 13,1 Prozent

Nun will die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras nicht abgeschlossene Privatisierungen allerdings nochmals überprüfen. „Wir haben gesagt, dass wir ihn stoppen und überprüfen werden“, sagte der griechische Staatsminister Alekos Flabouraris am Samstag im griechischen Fernsehen.

Grund genug für die Netzgemeinde, sich am Montag ausführlich über Fraport auszutauschen. In den vergangenen 24 Stunden ist die Zahl der Blogeinträge und Tweets zu Fraport um 90 Prozent gestiegen. An der Börse gab die Fraport-Aktie des Unternehmens, das im MDax gelistet ist, am Montag nach – von 53,96 Euro zu Handelsbeginn auf bis zu 53,28 im morgendlichen Handel. Das entspricht einem Minus von etwa 0,93 Prozent. Erst am späteren Vormittag scheint sich der Titel wieder zu fangen.

Gewissheit darüber, ob der Deal am Ende stattfinden kann, könnte es erst in einigen Monaten geben. Geplant war, den Vertrag noch in diesem Jahr zu unterzeichnen. Wie Fraport noch am Sonntag mitteilte, gehe man weiterhin an einem erfolgreichen Abschluss des Kaufs aus. Da vom Ansprechpartner des Unternehmens, dem griechischen Pensionsfonds, noch nichts zu hören war, wird sich Fraport nicht an den Spekulationen beteiligen, hieß es weiter.

Fraport würde, sollte der Deal stattfinden, sich als größerer Partner des Konsortiums für 800 Millionen in die griechischen Flughäfen einkaufen. Vor der Meldung hatten Analysten den Titel Anlegern noch empfohlen. Johannes Braun, Analyst bei der Commerzbank und Johannes Rothenbacher von Equinet beließen die Einstufung auf „Buy.“

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Dimitri Xenos

16.02.2015, 14:37 Uhr

dies kontrollieren. Man redet über Korruption und die will die Regierung Tsipras bekämpfen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×