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09.05.2011

11:31 Uhr

Aktie im Fokus

Gigaset leitet die Trendwende ein

Europas größter Hersteller von Schnurlostelefonen kann sich nach vielen Problemen wieder über positive Schlagzeilen freuen: Das Unternehmen ist neu aufgestellt und legt eine Quartalsbilanz vor, die die Märkte überzeugt. Die Gigaset-Aktie wird zum TecDax-Gewinner des Tages.

Ein Hoch auf Gigaset: Das Telekomunternehmen liegt an der Spitze des TecDax. Quelle: dapd

Ein Hoch auf Gigaset: Das Telekomunternehmen liegt an der Spitze des TecDax.

DüsseldorfDer heutige Gewinner des Technologieindex TecDax heißt Gigaset. Das Unternehmen hat seine Quartalsbilanz vorgelegt: Die Märkte sind positiv überrascht und das gibt dem Aktienkurs Aufwind. Die Aktie sprang am Morgen an die Spitze des TecDax, mit einem Höhepunkt bei 4,43 Euro und einem Plus von vier Prozent.

Dank des Wegfalls von Sonderbelastungen verzeichnete die frühere Siemens-Sparte im ersten Quartal einen Gewinnanstieg. Der operative Gewinn (Ebit) legte deutlich auf 13,5 (Vorjahreszeitraum 6,8) Millionen Euro zu. Der Überschuss vervielfachte sich von 1,4 auf 8,4 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stagnierte derweil auf dem Vorjahresniveau. Zudem bekräftigte das TecDax-Unternehmen am Montag die Jahresprognose, wonach der Umsatz 540 Millionen Euro und das Ebitda mindestens 57 Millionen Euro betragen soll.

Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat die Gigaset-Aktie fast 200 Prozent gewonnen. Rückblickend hat das Unternehmen aber noch viel aufzuholen, wenn es wieder auf das Niveau von 2007 klettern will. Damals hieß das Unternehmen noch Arques Industries und die Aktie war fast 40 Euro wert.

Seine turbulente und oft wenig erfolgreiche Geschichte als Arques Industries AG versucht Gigaset allerdings gerade hinter sich zu lassen. Im Februar kam die Umbenennung der Beteiligungsgesellschaft von Arques in Gigaset AG. Die Namensänderung ist Programm: Aus dem Aufmöbelbetrieb Arques, der sanierungsbedürftige Firmen kaufte, sanierte und dann mit Gewinn wieder loswerden wollte, wird ein schlankeres Unternehmen, das lediglich mit Telekomzubehör Geschäfte macht. Alle Beteiligungen außerhalb des Telekombereichs, wie die an dem Dortmunder Süßwarenhersteller van Netten, werden jetzt nach und nach abgestoßen.

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