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18.04.2013

16:10 Uhr

Aktie im Fokus

Kein guter Tag für Apple-Aktionäre

VonJens Koenen, Tanja Könemann

Mit dem gestrigen Kursrutsch verliert Apple seinen Rang als wertvollstes Unternehmen der Welt – wieder einmal. Trotzdem steht es nicht schlecht um den Technologiekonzern. Was Aktionäre wissen sollten. 

Das Apple Logo in einem New Yorker Apple-Store. Reuters

Das Apple Logo in einem New Yorker Apple-Store.

DüsseldorfFür Apple-Anleger war der gestrige Tag kein guter. Die Aktie des Technologie-Unternehmens legte einen Kursrutsch hin, an der Wall Street in New York fiel der Kurs gestern bis Handelsschluss um 5,5 Prozent auf 402,80 Dollar, den tiefsten Stand seit Dezember 2011. Heute ging es weiter 1,5 Prozent runter, die Aktie durchbricht wieder die Marke von 400 Dollar.

Damit war Apple seinen Rang als wertvollstes Unternehmen der Welt los. Mit dem Kursverfall sank der Börsenwert auf 378,25 Milliarden Dollar - der erste Platz ging wieder an den Ölmulti Exxon-Mobil mit einem Börsenwert von 385,68 Milliarden Dollar. Die beiden Unternehmen ringen schon seit geraumer Zeit um den Titel, erstmals hatte Apple Exxon im Sommer 2011 überholt.

Die Prognosen der Finanzprofis

George Soros, Investor

„Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich, möglicherweise, ein Währungskrieg.“ (25.01.2013)

Marc Faber, Investor

„Zum ersten Mal seit vier Jahren, seit dem Tief im März 2009, liebe ich den Markt wieder. Denn je höher es geht, desto wahrscheinlicher ist, dass es zu einem schönen Crash kommt, einem gewaltigen Crash.“ (31.1.2013)

Bill Gross, Fondsmanager

„Die EZB ist in diesem Tagen die härteste der Zentralbanken. Aber angesichts einer europäischen Arbeitslosigkeit von 12 bis 13 Prozent - verglichen mit 7,7 Prozent in den USA  - müssen sie etwas tun. Letztendlich müssten sie ihre Währung in Relation zum Dollar und anderen Währungen schwächen, damit sie wettbewerbsfähiger werden.” (08.03.2013)

Felix Zulauf, Vermögensverwalter

„Ich sehe nichts von einer Normalisierung. Die strukturellen Probleme sind nach wie vor da, sie sind nur kaschiert worden und hat sie für eine gewisse Zeit in einem Meer von neugeschöpfter Liquidität ertränkt.“ (21.02.2013)

Jim Rogers, Rohstoffguru und Fondsmanager

„Amerika ist die größte Schuldnernation in der Geschichte der Welt.“ (24.02.2012)

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Saxo Bank

„Ich persönlich hatte sehr negative Erwartungen insbesondere bezüglich der Realwirtschaft und den Aktienmärkten. Bei der Wirtschaft lag ich richtig, bei den Aktienmärkten nicht. Aber sollten Aktienmärkte nicht eigentlich der Realwirtschaft folgen?“ (28.2.2013)

Warren Buffett, Investor

Sicherlich, die nähere Zukunft ist unklar. Amerika blickt dem Unbekannten aber seit 1776 ins Auge. (01.03.2012)

Nouriel Roubini, Ökonom

„Die Risiken werden vom Markt derzeit zu niedrig eingeschätzt. Sie werden im ersten Halbjahr wohl eingedämmt bleiben, aber sie könnten wieder an die Oberfläche kommen.” (04.03.2013)

Stan Druckenmiller, Hedge-Fonds-Manager

„Die Party kann noch für eine Weile so weitergehen. Ich weiß nicht, wann sie enden wird, aber ich schätze, dass sie sehr schlimm enden wird.“ (5.3.2013)

Jim O’Neill, Chairman Goldman Sachs Asset Management

„Ich erwarte keine anhaltende Aufwärtsbewegung von dem derzeitigen Niveau, ohne dass es weitere Hinweise darauf gibt, dass die Wirtschaft in einem irrwitzig starken Tempo wächst.“ (18.03.2013)

Barry Knapp, Barclays

„Der große Treiber ist die Fed. Eine Wachstumskorrektur am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Quartals ist wahrscheinlich. Unser Problem sind die Auswirkungen der fiskalischen Kontraktion, stagnierendes Wachstum und Investoren, die zu enthusiatisch sind in Bezug auf den Häusermarkt.“

Dan Veru, Investment-Chef Palisade Capital Management

„Ich denke es gibt viele Investoren die darauf warten, in den Markt einzusteigen.“

Mohamed El-Erian, Co-CIO bei Pimco

„Europa hat zwei Stangen Dynamit angezündet. Die erste betrifft die Inhaber kleiner Konten. Müssen auch sie Zwangsabgaben leisten, drohen soziale und politische Unruhen und ein Austritt aus der Eurozone. Die Folgen der anderen Dynamitstange sind weit komplizierter und ungewisser. Es ist eine Frage der Unverletzlichkeit von Bankguthaben in Europa. Und eine Erinnerung, dass Europa zu viele Ziele verfolgt und zu wenig Instrumente hat.“ (18.03.2013 zur Zwangsabgabe für zyprische Sparer)

Die beiden Schwergewichte wechselten sich mehrfach ab, bis Apple schließlich davonzog und im August 2012 auch noch Microsoft den Titel des wertvollsten Konzerns aller Zeiten streitig machte. Der Windows-Konzern hatte den Rekord noch zu Zeiten des Dotcom-Booms aufgestellt. In den kommenden zwei bis drei Monaten könnte die Aktie bis auf 320 Dollar weiter fallen, sagte Carlo Besenius von Creative Global Investments zu der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er verwies unter anderem auf den zunehmenden Druck durch Android- und Windows-Produkte.

Der Einbruch schmerzt, stellt er doch einen weiteren Tiefpunkt dar auf der Talfahrt, den die Apple-Aktie getrieben seit Monaten hinlegt. Doch er war viel mehr auf Sorgen und Vermutungen zurückzuführen, als auf akute Probleme.

Kommentare (2)

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Gast

18.04.2013, 16:21 Uhr

Keine Sorge, liebe Anleger. Die schlechten Tage kommen erst noch. VOR dem wirklichen Zerfall.

Gast1

18.04.2013, 16:57 Uhr

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