Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2014

10:46 Uhr

Aktie im Fokus

Neuer Gegenwind für Nordex

Anleger nehmen bei der Windkraft-Aktie Nordex Gewinne mit. Anlass sind die Pläne, die Ökostromförderung zu kürzen. Entsprechende Vorschläge will Wirtschaftsminister Gabriel dem Kabinett vorlegen.

Aktien im Fokus: Diese Windkrafthersteller stehen voll im Wind

Aktien im Fokus

Diese Windkrafthersteller stehen voll im Wind

Hersteller von Windkraftanlagen haben schwere Zeiten hinter sich. Doch 2013 ist ihr Jahr. Viele europäische Konzerne verzeichnen fabelhafte Kursanstiege. Allerdings drohen 2014 neue Herausforderungen.

DüsseldorfDie Aussicht auf ein schnelles Zurückfahren der Ökostrom-Förderung hat die Aktien von Nordex am Montag erneut ins Taumeln gebracht. Die im TecDax gelisteten Titel des Windturbinenbauers fielen in der Spitze um 9,1 Prozent auf 10,52 Euro, den niedrigsten Stand seit zwei Wochen.

Bereits am Mittwoch soll das Kabinett Eckpunkte für ein verschärftes Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) beschließen, das ab August in Kraft treten soll. Laut Börsianern nutzten Anleger die Gelegenheit, um Gewinne mitzunehmen.

Nordex hatte im vergangenen Jahr 220 Prozent zugelegt - seit Anfang Januar kommen die Titel auf ein Plus von 20 Prozent. "Die Kursreaktion von Nordex hängt mit den Plänen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zusammen - das neue Gesetz soll schneller kommen und es wird rigoroser durchgegriffen", sagte ein Händler. "Das hat jetzt erst einmal das Sentiment verhagelt."

Nordex

Nordex baut die Turbinen für grüne Windenergie. Schon während der Koalitionsverhandlungen sorgte die Aktie an der Börse für heftigen Aufruhr, weil sowohl SPD als auch die Union die Subventionen für Windenergie kürzen wollen. Auch der Bau von Offshore-Windparks soll stark schrumpfenl.

Analysten zeigten sich zuletzt verhalten. Während die Commerzbank die Verbesserung der operativen Gewinne lobt und die Aktie auf „Hold“ belässt,  raten die Analysten der Norddeutschen Landesbank zum Verkauf, da die Aktie überbewertet sei.

Geht es nach Vorstandschef von Nordex Jürgen Zeschky, haben Anleger angesichts des Koalitionspokers nur wenig zu befürchten: Das Geschäft mit Europa floriere, das mittelfristige Umsatzziel von mindestens 1,5 Milliarden Euro sowie ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) will der Konzern 2015 erreichen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

20.01.2014, 10:56 Uhr

Da sieht man es mal wieder. Es wird nur investiert, wenn der deutsche Steuerzahler und Stromverbraucher weiter seinen Wohlstand (steigende Stromkosten) reduziert! Energiewende/Energieeinsparparolen = Armut und Mangel!
Ohne Dauersubventionen durch das EEG Zwangsverpflichent für den deutschen Bürger, ist keine Windmühle in der Marktwirtschaft/Investoren zu halten! Eine Windmühle ist eben kein marktwirschaftliches Kohle-,Gas- bzw. Kernkraftwerk!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×