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11.03.2014

13:36 Uhr

Aktie im Fokus

Schokoladen-Anleger kriegen nicht genug

Lindt & Sprüngli, der Hersteller edler Schokolade, hat den Gewinn fast um ein Viertel gesteigert. Anlegern soll das Leben mit einer höheren Dividende versüßt werden. Doch das reicht nicht, die Aktie gibt nach.

Eine Frau beißt in eine Tafel Schokolade. Trotz Gewinnsprung geht die Lindt-Aktie auf Talfahrt. dpa

Eine Frau beißt in eine Tafel Schokolade. Trotz Gewinnsprung geht die Lindt-Aktie auf Talfahrt.

ZürichHöherer Umsatz, höherer Gewinn, höhere Dividende. Alles was ein Anlegerherz sich wünschen kann, erfüllte der Schweizer Edelschokoladehersteller Lindt & Sprüngli. Der Schweizer Konzern verdiente 2013 mit 303 Millionen Franken fast ein Viertel mehr als im Jahr davor. Die Dividende soll um 13 Prozent auf 650 Franken je Aktie und 65 Franken je Partizipationsschein erhöht werden.

Auch beim Umsatz konnte Lindt & Sprüngli zulegen: Nach Angaben von Mitte Januar stieg der Umsatz um acht Prozent auf 2,9 Milliarden Franken.

Trotzdem gibt die Aktie am Dienstag nach und verliert 0,6 Prozent auf 4.405 Schweizer Franken. Analysten hatten nämlich mit einem Gewinn von 306 Millionen Franken und einer Dividende von 653 Franken je Aktie gerechnet. Der Konzern verfehlte damit die Erwartungen leicht und wird nun von Anlegern abgestraft.

Die beliebtesten Schokolademarken Deutschlands

Platz 10

Sarotti

Die Schokomarke mit dem Mohr hat ihre Wurzeln in Berlin, doch kommt heute aus dem Hause Stollwerck und wird in Köln produziert.

Umfrage: Ifak Institut, Ipsos, GfK Media and Communication Research.

Platz 9

Toblerone

Die dreieckige Schokolade aus der Schweiz ist auch hierzulande ein Verkaufshit. Die Schokomarke gehört dem Lebensmittelmulti Mondelēz, der auch Milka produziert.

Platz 8

Trumpf/Schogetten

In Aachen begann die Erfolgsgeschichte der vorportionierten Tafeln. Mittlerweile gehört die Schokoladenmarke zur Krüger-Gruppe und wird auch in den großen Discountern vertrieben.

Platz 7

Kinderschokolade

„Mit der Extra-Portion Milch“ wirbt der Hersteller Ferrero für seine süßen Tafeln. Dabei bleibt die Hauptzutat natürlich Zucker.

Platz 6

Alpia

Auch die rosa Schokomarke kommt aus dem Hause Stollwerck und soll vor allem preisbewusste Kunden ansprechen.

Platz 5

Merci

Das schokoladige Dankeschön in Form kleiner Schokoriegel aus dem Hause Storck ist in Deutschland weiterhin gefragt. Inzwischen wird es in 70 Ländern weltweit vertrieben.

Platz 4

Yogurette

„Jung, Schwung, Stimmung“. Die Schokoriegel mit Erdbeer-Joghurt-Geschmack haben mittlerweile viele saisonabhängige Ableger.

Platz 3

Lindt

Der internationale Schokokonzern aus der Schweiz genießt auch in Deutschland einen guten Ruf - von Schokohasen bis Pralines.

Platz 2

Ritter Sport

Zuletzt machte der Mittelständler aus Waldenbuch durch einen Streit mit der Stiftung Warentest von sich reden. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch.

Platz 1

Milka

Der lila Riese dominiert die deutsche Schokobranche. Mittlerweile wird die Marke auch auf etlichen anderen Produkten vermarktet.

Dabei wurden Anleger von der Aktie in den vergangenen Monaten verwöhnt. Diese hat nämlich allein in den vergangenen drei Monaten mehr als zwölf Prozent zugelegt. Innerhalb eines Jahres ging es für die Aktie fast 30 Prozent nach oben.

Dass es für die Aktie seit Monaten so kräftig nach oben geht, ist allerdings nicht nur auf den Hunger nach Schokolade zurückzuführen. Das Unternehmen hatte nämlich im Oktober 2013 ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. So könnten die Aktionäre auch von der hohen Liquidität des Konzerns profitieren. Insgesamt sollen fünf Prozent der im Handelsregister eingetragenen Aktien zurückgekauft und mittels Kapitalherabsetzung vernichtet werden. Das freut natürlich Aktionäre und treibt den Kurs. Den heutigen Rückschlag dürfte die Aktie deshalb locker wegstecken.

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