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10.01.2013

18:29 Uhr

Aktie im Fokus

Viertes Quartal läuft für Nokia besser als erwartet

Gute Nachrichten beim strauchelnden Handy-Pionier: Im letzten Geschäftsquartal 2012 verkaufen sich mehr Lumia-Smartphones als erwartet. Auch die Netzausrüstersparte verzeichnet ein Plus. Der Aktienkurs steigt deutlich.

Das Nokia Lumia 920: Die Smartphone-Serie ist der Hoffnungsträger für die Finnen. dapd

Das Nokia Lumia 920: Die Smartphone-Serie ist der Hoffnungsträger für die Finnen.

Helsinki/EspooDer strauchelnde Handy-Pionier Nokia wittert Morgenluft: Das vierte Quartal verlief für das Unternehmen besser als erwartet. Der frühere Ausblick für den Telefonnetzausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) sei übertroffen worden, teilten die Finnen am Donnerstag mit.

Zudem hätten das Handy-Geschäft und die neuen Lumia-Smartphones bessere Ergebnisse gebracht als erwartet. Im Schlussquartal seien 6,6 Millionen Smartphones verkauft worden. Der Anteil der Lumia-Geräte lag bei 4,4 Millionen. An der Börse in Helsinki sprang die Nokia-Aktie fast 16 Prozent in die Höhe.

Die Lumia-Verkaufszahlen waren zwar wieder deutlich besser als die 2,9 Millionen Smartphones im dritten Vierteljahr, vor dem Start der neuen Modelle. Samsung dürfte im Weihnachtsquartal aber 50 bis 60 Millionen Smartphones abgesetzt haben und Apple verkaufte vom neuen iPhone 5 allein am ersten Wochenende mehr als fünf Millionen Geräte. Zudem kam Nokia auch mit seinen im November gestarteten Hoffnungsträgern Lumia 920 und 820 auch nur leicht über den bisherigen Bestwert von vier Millionen Geräten im zweiten Quartal.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Der frühere Handyprimus hatte in den vergangenen Jahren auf dem hart umkämpften Handymarkt den Anschluss verloren. Gegen die Bestseller der Konkurrenten Apple und Samsung hatte Nokia nichts Vergleichbares im Sortiment. Deshalb paktierte das Unternehmen mit Microsoft und brachte seine Lumia-Handys mit Betriebssystemen des Windows-Softwareherstellers im November auf den Markt. Der Erfolg ist dringend nötig, da die Zahlen im dritten Quartal tiefrot waren. In dem Vierteljahr summierte sich der Fehlbetrag auf 943 Millionen Euro - das ist mehr als sechs Mal so viel wie im Vorjahresquartal. Der Umsatz brach um ein Fünftel auf 7,2 Milliarden Euro ein. Hauptgrund dafür ist, das die einst begehrten Handys der Finnen Ladenhüter waren.

„Es scheint, als sei Nokia endlich auf einem aufsteigenden Weg“, sagte Analyst Markus Huber von ETX Capital. Die Investoren dürften vorerst aber noch vorsichtig bleiben. Die Konkurrenz durch die Marktführer Apple und Samsung bleibe aggressiv; es sei unmöglich vorherzusagen, ob Nokia auch in den Folgequartalen gute Zahlen aufweisen werde.

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Zugleich lief das Geschäft für den einstigen Handy-Weltmarktführer finanziell besser als erwartet. Während Nokia zuvor eine negative Rendite im Mobilfunk-Geschäft in Aussicht gestellt hatte - also einen operativen Verlust - soll die Marge tatsächlich ausgeglichen gewesen sein oder bis zu zwei Prozent erreicht haben.

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